
Polizei in Hamm stoppt Raser mit Baby an Bord
Ein 34-jähriger Autofahrer ist in Hamm vor einer Polizeikontrolle geflüchtet - mit Tempo 100 und seiner ungesicherten Familie auf der Rückbank. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei sucht dringend Zeugen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.07.2026 04:01
Die Polizei sucht dringend Zeugen
In Hamm sucht die Polizei nach einer wilden Verfolgungsfahrt dringend Zeugen. Am Mittwochabend war ein 34-jähriger Autofahrer in einem weißen VW Golf vor einer Kontrolle geflüchtet. Laut Polizei raste er mit viel zu hohem Tempo durch die Innenstadt und brachte dabei andere massiv in Gefahr. Unter anderem mussten ein Linienbus und ein Auto auf der Alleestraße eine Vollbremsung hinlegen, um einen Unfall zu verhindern. An der Kreuzung Alleestraße/Goethestraße überholte er ein anderes Fahrzeug und schnitt es beim Wiedereinordnen. Die Beamten bitten nun alle, die etwas gesehen haben oder selbst ausweichen mussten, sich zu melden - gerne auch mit Aufnahmen aus dem eigenen Auto.
Flucht quer durch die Innenstadt
Die Polizisten wollten gegen 20.30 Uhr auf der Friedrichstraße in Hamm-Mitte den Autofahrer kontrollieren, der ohne Gurt unterwegs war. Der 34-Jährige ignorierte jedoch die Anhaltezeichen, beschleunigte stark und versuchte, den Streifenwagen abzuschütteln. Die Verfolgungsjagd zog sich quer durch die Stadtmitte. Sie begann auf der Friedrichstraße und führte über die Kreuzung an der Sedanstraße, wo der Fahrer beim Abbiegen anderen die Vorfahrt nahm. Auf der Alleestraße missachtete er Vorfahrtsregeln, gefährdete andere Verkehrsteilnehmer und raste mit etwa 100 Stundenkilometern über zwei rote Ampeln. Auf der Ahornallee gab der Mann schließlich auf und hielt freiwillig an.
Frau und neun Monate altes Baby ungesichert im Auto
Bei der Kontrolle des Wagens machten die Einsatzkräfte eine erschreckende Entdeckung: Auf der Rückbank befanden sich die Ehefrau des Fahrers sowie ein neun Monate alter Säugling, nach Polizeiangaben beide völlig ungesichert. Zudem stellte sich schnell heraus, warum der Fahrer fliehen wollte. Er besitzt keinen gültigen Führerschein und befindet sich aktuell bereits in einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, kurz MPU.
Mann hat keinen Führerschein und durchläuft MPU
Gegen den 34-Jährigen wurden nun Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Straßenverkehrsgefährdung sowie wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Sein Auto wurde von der Polizei sichergestellt.