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Polizei und ADFC warnen vor Dooring-Unfällen in Hamm
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Polizei und ADFC warnen vor Dooring-Unfällen in Hamm

Nach einem schweren Unfall auf der Hagenstraße starten Polizei und ADFC in Hamm eine Aufklärungskampagne. Mit Piktogrammen und Verhaltens-Tipps sollen gefährliche Zusammenstöße an Autotüren verhindert werden.

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Polizei Hamm und ADFC sprühen Piktogramme auf Radwege

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Ende August zog sich ein 48-jähriger Radfahrer auf der Hagenstraße schwere Verletzungen zu, als sich vor ihm unvermittelt eine Autotür öffnete. Laut Polizei Hamm sind solche sogenannten Dooring-Unfälle keine Seltenheit. Um für das Problem zu sensibilisieren, führt die Polizei nun gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) eine Kampagne durch. Dabei werden unter anderem spezielle Warn-Piktogramme auf den Radwegen im Stadtgebiet aufgetragen, um alle Verkehrsteilnehmer aufmerksamer zu machen.

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Jeder fünfte Dooring-Unfall führt zu schweren Verletzungen

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Für euch auf dem Rad oder im Auto bedeutet das vor allem eins: Gegenseitige Rücksichtnahme ist überlebenswichtig. Nach Angaben der Unfallforschung der Versicherer machen Dooring-Unfälle rund sieben Prozent aller Kollisionen zwischen Pkw und Fahrrad aus. Da Radfahrende oft ungebremst in die Tür prallen, kommt es häufig zu schweren Verletzungen. Auch die örtliche Radinfrastruktur spielt eine Rolle, wenn Schutzstreifen zu nah an parkenden Autos entlangführen und so falsche Sicherheit vermitteln.

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„Holländischer Griff“ schützt Radfahrende effektiv vor Stürzen

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Ein simpler Trick für alle Personen im Auto ist der sogenannte „Holländische Griff“. Dabei öffnet ihr als Fahrerin oder Fahrer die Tür nicht mit der linken, sondern immer mit der rechten Hand. Beifahrer nutzen entsprechend die linke Hand. Durch diese Bewegung dreht sich der Oberkörper automatisch. So macht ihr ganz natürlich den Schulterblick, schaut in den toten Winkel und überseht niemanden.

Radfahrende sollten laut Polizei immer 1,0 bis 1,5 Meter Sicherheitsabstand zu parkenden Autos halten, auch wenn sie dadurch weiter mittig auf der Fahrbahn fahren. Autofahrer wiederum tragen beim Aussteigen rechtlich die Hauptverantwortung und müssen zwingend den rückwärtigen Verkehr im Blick behalten.

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ADFC fordert fehlerfreundliche Infrastruktur

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Ein Kritikpunkt bei der Entstehung von Dooring-Unfällen in Hamm ist auch die Straßenführung, beispielsweise an der Wilhelmstraße. Oft grenzen aufgemalte Schutzstreifen nahtlos an Parkplätze. Radfahrende fühlen sich durch die weiße Linie geschützt, fahren aber viel zu nah an den parkenden Fahrzeugen. Um sich zu schützen, ist es hier oft ratsam, die Markierung zu ignorieren und den Raum für den nötigen Sicherheitsabstand zu nutzen.

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