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Schlagloch-Flicken in Hamm: Was dahintersteckt
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Schlagloch-Flicken in Hamm: Was dahintersteckt

Die Stadt Hamm hat Schlaglöcher auf der Finkenstraße in Bockum-Hövel beseitigt. Nachdem die Hauptverkehrsstraßen in Hamm weitgehend repariert sind, rücken nun auch Nebenstraßen in den Fokus der städtischen Straßenbegeher.

Veröffentlicht: Dienstag, 10.03.2026 13:23

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Finkenstraße in Hamm-Bockum-Hövel geflickt

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Die Finkenstraße in Hamm-Bockum-Hövel ist wieder schlaglochfrei. Die Stadt Hamm hat die Nebenstraße jetzt repariert - allerdings erst, nachdem die wichtigeren Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet abgearbeitet waren. In Hamm gilt ein festes Prioritätensystem: Sogenannte Straßenbegeher kontrollieren Hauptstraßen wöchentlich, Nebenstraßen hingegen nur alle drei Wochen. Schäden werden per App gemeldet und anschließend nach Schadenstiefe sowie Straßenkategorie priorisiert. Da die Finkenstraße wenig befahren ist, rechnet das zuständige Team mit einer Haltbarkeit der Reparatur von einem Vierteljahr bis zu einem halben Jahr.

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Kaltasphalt: Straße sofort befahrbar in Hamm

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Bevor die Schlaglöcher auf der Finkenstraße geschlossen werden konnten, musste das lockere Material zunächst ausgefegt werden, damit der neue Asphalt dauerhaft hält. Anschließend wurde Kaltasphalt eingefüllt und mit einem Handstampfer verdichtet. Eigentlich kommt bei solchen Reparaturen Heißasphalt zum Einsatz, der langlebiger ist - dieser war jedoch zum Zeitpunkt der Arbeiten nicht verfügbar. Der Kaltasphalt hat dabei einen praktischen Vorteil: Die Straße war sofort wieder befahrbar, ohne Abkühlzeit.

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Zechenstraßen in Hamm besonders anfällig

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Einige Straßen in Hamm sind strukturell besonders schadensanfällig - darunter ehemalige Zechenstraßen, die früher von der Stadt übernommen wurden. Diese wurden seinerzeit lediglich mit einer dünnen Asphaltschicht versehen, die den heutigen Anforderungen nicht standhält. Das aktuelle Regelwerk schreibt deutlich dickere Schichten vor. Bei einer vollständigen Sanierung muss zudem geprüft werden, ob Teer im Untergrund vorhanden ist: Dieser wurde bis etwa 1980 verbaut, gilt aber als krebserregend und darf seitdem nicht mehr verwendet werden. Ist Teer nachweisbar, muss das Material als Sonderabfall entsorgt werden - was die Sanierungskosten erheblich in die Höhe treibt.

„Das ist eine alte Zechenstraße, die sind hier von der Stadt übernommen worden und damals hat man einfach die vorhandenen Wege, die hier geschottert waren, mit einer dünnen Asphaltschicht übersehen - die halten natürlich nicht so lange wie Straßen, die man nach dem heutigen Aufbau baut." - Martin Parkner, Sachgebietsleiter
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