
Schloss Oberwerries in Hamm wird weiter saniert
Die Sanierungsarbeiten am historischen Schloss Oberwerries in Hamm gehen in die nächste Runde. Während das Torhaus bereits saniert wurde, stehen nun die Instandsetzung der Brücke und eine neue Zufahrt für Rettungsfahrzeuge im Mittelpunkt.
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Fassadensanierung am historischen Torhaus abgeschlossen
Die Stadt Hamm treibt die Modernisierung am Eingangsbereich von Schloss Oberwerries voran. Am denkmalgeschützten Torhaus wurde die Fassade in den vergangenen Monaten aufwendig instand gesetzt. Im ersten Bauabschnitt reinigten die Fachkräfte die historischen Außenwände und tauschten schadhafte Fugen in weiten Teilen der Fassade aus. Da viele Fugen hohl waren und dadurch Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen konnte, war eine komplette Ent- und Neuverfugung sowie verschiedene Nebenarbeiten zwingend erforderlich. Diese Maßnahmen hatten bereits im August 2025 begonnen, und im Juni 2026 konnte schließlich das Gerüst erfolgreich abgebaut werden.
Neue Brücke und Zufahrt für die Feuerwehr
Der zweite große Teil der Baumaßnahme konzentriert sich auf die Sanierung der Schlossbrücke, die für die Standfestigkeit des Ensembles wichtig ist. Die Arbeiten begannen hierfür bereits im Februar 2026 mit der aufwendigen Trockenlegung der Brückenfundamente, um die Substanz langfristig zu sichern. Seit dem 28. September ist die Brücke für den Verkehr gesperrt, damit die Instandsetzungsarbeiten ohne Gefährdung durchgeführt werden können. Ein wesentlicher Teil des Projekts ist zudem die Herstellung einer neuen Feuerwehrzufahrt, da moderne und immer größer werdende Rettungsfahrzeuge nicht mehr durch den historischen Torbogen passen.
Kosten und Erreichbarkeit während der Bauzeit
Die Gesamtkosten für die Sanierung von Torhaus und Brücke belaufen sich auf rund 544.000 Euro. Finanziell unterstützt wird das Projekt zu 30 Prozent durch das Denkmalförderprogramm des Landes NRW sowie durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Weitere Fördermittel aus demselben Programm sind bereits für die Sanierung des Dachreiters und maroder Deckenbalken vorgesehen, die unmittelbar im Anschluss an die jetzigen Arbeiten umgesetzt werden soll. Besucher können das Schloss trotz der Bauarbeiten weiter erreichen, müssen jedoch kleine Umwege in Kauf nehmen. Für Fußgänger wurde ab dem 28. September eine Stegverbindung vom Parkplatz bis hinter das Torhaus eingerichtet, während Fahrzeuge den Innenhof über einen geschotterten Bereich erreichen können. Das Hauptgebäude des Schlosses war schon vor zwei Jahren saniert worden.