Anzeige
Sondersitzung der Stadtwerke Hamm
© Radio Lippewelle Hamm
Teilen: mail

Sondersitzung der Stadtwerke Hamm

Die Stadtwerke Hamm stehen nach vielen Kundenbeschwerden weiter unter Druck. Vor der Sondersitzung des Aufsichtsrats hat das Unternehmen die Kritik am Kundenservice eingeordnet und Gründe für Verzögerungen genannt.

Veröffentlicht:

Anzeige

Sondersitzung bei den Stadtwerken Hamm

Anzeige

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hamm hat für Donnerstag, den 27. August, eine Sondersitzung einberufen. Anlass sind viele Kundenbeschwerden aus Hamm. Bekannt geworden waren vor allem Probleme bei Abrechnungen, beim Kundenservice sowie bei Verbrauchs- und Jahresforderungen. Das hat eine Sprecherin bestätigt. Zuvor hatte der Westfälische Anzeiger über die Beschwerden berichtet.

Anzeige

Stadtwerke Hamm nennen Gründe für Probleme

Anzeige

Die Stadtwerke erklären, dass das Kundenkontaktaufkommen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei. Als Gründe nennen sie die Energiekrise, Preisentwicklungen, gesetzliche Regelungen zur Energiepreisbremse und den 24-Stunden-Lieferantenwechsel. Seit Juni 2025 müsse ein technischer Wechsel des Stromlieferanten werktäglich innerhalb von 24 Stunden möglich sein. Rückwirkende An- und Abmeldungen bei einem Umzug seien seitdem nicht mehr möglich. Die Stadtwerke empfehlen deshalb, Umzüge möglichst zwei Wochen im Voraus zu melden.

Anzeige

Kundenservice in Hamm bereits verstärkt

Anzeige

Nach Angaben der Stadtwerke haben sie auf die höheren Anforderungen bereits reagiert. Das Unternehmen habe zusätzliches Personal eingesetzt, externe Kräfte im Telefonbereich hinzugezogen und technische Lösungen genutzt. Aktuell seien rund 300 schriftliche Kundenanliegen in Bearbeitung. Dabei handele es sich überwiegend um komplexere Sachverhalte, die zusätzliche Prüfungen oder Abstimmungen mit weiteren Fachbereichen erforderten. Reguläre Kundenanfragen würden nach Möglichkeit im laufenden Tagesgeschäft bearbeitet.

Anzeige

Hamm: CDU fordert Aufklärung bei den Stadtwerken

Anzeige

Auch die CDU-Opposition hat eine Sondersitzung und Aufklärung verlangt. Sie verweist darauf, dass Oberbürgermeister Marc Herter auch Aufsichtsratschef der Stadtwerke Hamm ist. Die CDU fordert eine lückenlose Aufklärung der internen Abläufe und spürbare Verbesserungen für die Kunden. Als mögliche Fehlerquelle vermutet sie eine Systemumstellung auf SAP. Dazu äußern sich die Stadtwerke in ihrer Stellungnahme nicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige