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Stadt Hamm baut Ferienbetreuung massiv aus
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Stadt Hamm baut Ferienbetreuung massiv aus

Ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 haben Eltern von Grundschulkindern Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind. Die Stadt Hamm will deswegen auch ihre Ferienbetreuung neu ausrichten. Darüber soll der Rat am 9. Dezember entscheiden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 19.11.2025 13:31

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OGS-Angebot in Hamm reicht aus

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Drei von vier Grundschulkindern in Hamm (73,5 Prozent) gehen derzeit schon in die Offene Ganztagsschule (OGS) oder Übermittagsbetreuung. Bei den Förderschülern sind es knapp 50 Prozent. Ab dem kommenden Schuljahr besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung in der Primarstufe unabhängig von der besuchten Schulform. Er umfasst werktags acht Stunden inklusive Unterrichtszeit. Die Stadt Hamm geht davon aus, dass der Anspruch durch die neu geschaffenen Kapazitäten im OGS-Bereich bis 2030 gedeckt wird. Der Anspruch umfasst aber auch die Ferienzeiten. Hier muss die Stadt nachbessern.

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Stadt Hamm will Ferienbetreuung an 18 Schulen

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Derzeit bietet die Stadt ein zentrales Angebot in der ersten Ferienhälfte vor allem an der Theodor-Heuss-Schule in der Stadtmitte. Das sind bisher 50 Plätze und 25 in einem anderen Stadtteil. In der zweiten Ferienhälfte nochmal das gleiche Angebot an der Bodelschwingh- bzw. Wilhelm-Busch-Schule. Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das Angebot auf 18 Standorte ausgeweitet werden, jeweils 9 Schulen in jeder Ferienhälfte. Damit kämen 450 Plätze je Ferienhälfte zusammen. Das entspricht knapp 10 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in der OGS. Außerdem will die Stadt erstmals ein Angebot für eine Gruppe mit 25 Kindern in den Weihnachtsferien 2026/27 machen. Außerdem soll ein Angebot an der Mark-Twain-Förderschule in Heessen gemacht werden.

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Ferienangebote der Freien Träger werden ausgebaut

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Dazu kommen weiter die stunden- und tageweisen Angebote im "Ferienspaß" und Ferienangebote der Jugendhilfe. Die Träger Diakonie, Westfalia Rhynern, VKM, HSC, DRK und Stadteiljugendarbeit Hamm-Westen und -Norden wollen ihre Angebote ausbauen. Zielgruppe sind Kinder von der 1. bis zu 6. Klasse. Hier sind bis zu 250 Betreuungsplätze ab August 2026 geplant.

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Stadt muss Millionen selbst aufbringen

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Zusätzliches Geld von Bund und Land bekommt die Stadt für den Ausbau nicht. In diesem Schuljahr gibt die Stadt alleine für die OGS 4,73 Mio. Euro aus, das entspreche 38 Prozent der Gesamtkosten. 2026/27 rechnet die Stadt mit über 6 Millionen Euro, das entspreche gut 42 Prozent der Kosten. Bei den Elternbeiträgen rechnet die Stadt mit jeweils 50 Euro pro Woche inklusive des Mittagessens.


Autor: Rainer Wilkes

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