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Stadt Hamm verspricht Ende des Müll-Chaos
© Symbolbild / Radio Lippewelle Hamm
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Stadt Hamm verspricht Ende des Müll-Chaos

Nach monatelangen Problemen bei der Müllabfuhr in Hamm hat Oberbürgermeister Marc Herter Besserung versprochen. In spätestens zwei Wochen sollen alle Tonnen wieder pünktlich geleert werden. Er äußerte sich im Vorfeld eine Sonderratssitzung am Montag.

Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2026 04:29

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Tourenplanung auf dem Papier

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Seit Jahresbeginn läuft die Müllabfuhr in Hamm nicht mehr rund. Wegen neuer Sicherheitsregeln dürfen Müllwagen nicht mehr rückwärts rangieren, weshalb für knapp 270 problematische Straßenabschnitte kleinere Fahrzeuge und komplett neue Touren eingeführt wurden. Laut Stadt hat ein externer Dienstleister diese Routen aber nur auf dem Papier geplant, wodurch unvorhergesehene Hindernisse die Fahrten massiv verzögert haben.

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Über 23.000 Anrufe von verärgerten Bürgern beim ASH.

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Für die Beschäftigten des Abfallbetriebs ASH bedeutete das in den vergangenen Monaten viele Überstunden und massiven Frust von Anwohnern. Oberbürgermeister Marc Herter nahm die Mitarbeiter in Schutz und lobte den enormen Einsatz der Teams, die teilweise samstags oder bis in den Abend gefahren sind. Um die systematischen Fehler jetzt zu beheben, suchen Stadt und Dienstleister nach Lösungen für die teils zu langen oder zu kurzen Touren.

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Keine Erstattung von Müllgebühren

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Für euch gibt es nun das Versprechen, dass stehengelassene Tonnen zeitnah durch die zusätzlich gemieteten Fahrzeuge abgeholt werden. Eine finanzielle Erstattung für die Ausfälle der letzten Wochen ist laut Stadt aus rechtlichen Gründen jedoch nicht möglich.

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Unfallschutz als Ursache für neue Tourenplanung

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Hintergrund für die Umstellung war der Unfallschutz der Mitarbeiter. Müllwagen dürfen in Straßen ohne Wendemöglichkeit nicht mehr rückwärtsfahren, weshalb der Einsatz von wendigeren Engstellenfahrzeugen vorgeschrieben ist. Da diese Wagen weniger Müll fassen und öfter zur Deponie müssen, musste das komplette System neu berechnet werden.

In der Praxis scheiterte die theoretische Planung an ganz alltäglichen Dingen vor Ort. So wurden Touren durch zugeparkte Einfahrten, zu niedrige Brücken oder schlicht fehlende Schlüssel beim Abholservice stark verzögert. Mit den zusätzlichen Biotonnen ab März kam das knappe System dann endgültig an seine Grenzen.

Die CDU hat eine Sonderratssitzung beantragt, um Gründe und Folgen aufzuklären. Sie findet am Montag, 18.5., ab 16 Uhr im Kurhaus statt.

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