Stadtwerke-Kunden bekommen "Geld zurück"

Zu verdanken ist das der geplanten Mehrwertsteuersenkung von Juli bis Dezember aus dem neuen Bundes-Konjunkturpaket.

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Die sinkt ja bekanntlich von 19 auf 16 Prozent. Und für die Stadtwerke bedeutet das, sie müssen Strom-, Gas- und Wasserpreise anpassen. Insgesamt heißt das, die Hammer sparen im Durchschnitt 34 Euro Energiekosten in diesem halben Jahr.

Gleichzeitig müssen die Stadtwerke auch viel investieren. Allein zwei Millionen Euro in die Bäder, weil da jetzt aufgrund der Corona-Auflagen zum Beispiel das Personal aufgestockt werden muss (jeden Mittag muss alles desinfiziert werden usw.). Hinzu kommt, dass der Besucherandrang dort noch sehr verhalten sei, heißt es von den Stadtwerken.

Im ÖPNV kommt dann noch mal eine Million an zusätzlichem Defizit obendrauf, weil die Busse zu Hochzeiten der Pandemie nur sehr eingeschränkt gefahren sind. Und auch jetzt nehmen die meisten Hammer lieber noch das Rad oder Auto.

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Stadtwerke werden immer grüner

Die Stadtwerke ziehen eine positive Umweltbilanz. Die Stromgewinnung aus erneubaren Energien ist weiterhin eins der Topthemen, der Anteil liege inzwischen bei 64 Prozent. Damit liegt Hamm über dem Bundesdurchschnitt. Die Belastung durch umweltschädliche CO2-Emissionen sei um fast die Hälfte zurückgegangen. Außerdem setzen die Stadtwerke mehr auf Windkraft. 2019 sei ein starkes Windjahr gewesen, so Geschäftsführer Jörg Hegemann. Inzwischen ist das Unternehmen an 17 Onshore-Windparks und fünf Solarparks beteiligt. Auch bei der Anschaffung von Dieselbussen halte man sich zurück. Stattdessen warte man auf neue Antriebe - so könnte der getestete E-Bus eventuell nächstes Jahr an den Start gehen.

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