
Streik bei Eurobahn geht weiter
Die Eisenbahnergewerkschaft EVG und die Eurobahn wollen sich am Donnerstag wieder an einen Tisch setzen.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.01.2020 05:19
Der Streik bei der Eurobahn geht vorerst weiter, trotz eines Treffens zwischen Eisenbahnergewerkschaft EVG und eurobahn-Mutterkonzern keolis. Die Sondierungsgespräche sind gestern Nachmittag unterbrochen worden. Sie sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Über den Inhalt vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Von der Gewerkschaft hieß es, man wäre gerne direkt in Verhandlungen eingetreten, dann hätte der Streik unterbrochen werden können. Dazu habe sich keolis nicht in der Lage gesehen, sagte der EVG-Vorsitzende Westphal. Der Streik läuft inzwischen seit rund vier Wochen. Der Schwerpunkt liegt in der Eurobahn-Werkstatt in Heessen. Dies führe dazu, dass immer weniger Züge für den Verkehr zur Verfügung stehen. Zwar streiken nur fünf Prozent der gesamten Belegschaft, das reiche aber schon dafür aus, dass manche Bahnlinien ganz ausfallen müssen.
Die Gewerkschaft fordert eine einheitliche Bezahlung für alle Mitarbeiter, 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Von Keolis heißt es dagegen, man komme der Gewerkschaft in den Hauptforderungen deutlich entgegen.
Allerdings werde der Tarifabschluss zwischen der EVG und Keolis wegweisend für die gesamte Branche sein.
Diese Züge sind betroffen
Um den Fahrgästen höchstmögliche Planbarkeit zu bieten, gilt seit Montag, 6. Januar, bis auf Weiteres ein erweitertes Ersatzkonzept.
Änderungen im Fahrplan ab 6. Januar:
- RB 59 – Hellweg-Bahn
- RB 65 – Ems-Bahn
- RB 66 – Teuto-Bahn
- RE 78 – Porta-Express
- RB 89 – Ems-Börde-Bahn
Die RB 89 wird zwischen Münster und Paderborn über Hamm im Stunden- statt im Halbstundentakt fahren. Zwischen Paderborn und Warburg verkehrt die RB 89 nicht. Fahrgäste können auf diesem Abschnitt einen SEV-Bus nutzen. Alternativ wird auf die Linie RE 11/RRX verwiesen. Die Linien RB 59 (Dortmund – Soest) und RB 65 (Münster – Rheine) verkehren montags bis freitags im Stunden- statt im Halbstundentakt. Zwischen Münster und Rheine wird alternativ auf die Linien RE 7 und RE 15 verwiesen. Die RB 66 verkehrt weiterhin nicht. Entlang der Linie hat die eurobahn einen Schnellbus, der direkt zwischen Münster und Osnabrück fährt, eingerichtet. Ein weiterer Bus fährt alle Halte entlang der Linie an. Darüber hinaus bittet die eurobahn die Fahrgäste die Linie RE 2 zu nutzen. Der RE 78 wird weiterhin unter der Woche und am Wochenende tagsüber nicht bedient. Fahrgäste werden gebeten zwischen Bielefeld und Minden auf die Linien RE 6 und RE 70 auszuweichen. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag, 23:30 Uhr bis 03:00 Uhr, wird der RE 78 für seine Fahrgäste im Einsatz sein. Für den Streckenabschnitt Minden und Nienburg hat die eurobahn einen Schienenersatzverkehr mit Bussen für ihre Fahrgäste eingerichtet.
Diese Einschränkungen sollen laut Eurobahn auf unbestimmte Dauer gelten.