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Kinder lernen mit Tablet
© Radio Lippewelle Hamm
Kinder lernen mit Tablet.
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Tablets für alle Schüler in Hamm

Der Stadtrat in Hamm hat den neuen Medienentwicklungsplan beschlossen. Bis 2030 fließen Millionen in Tablets, Laptops und schnelle Schul-IT.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.2026 05:05

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Eigenes Tablet für alle ab Klasse sieben

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Die Schulen in Hamm werden in den kommenden fünf Jahren massiv digitalisiert. Das hat der Rat der Stadt am Dienstag nachmittag beschlossen. Demnach erhält ab der siebten Klasse künftig jedes Kind ein eigenes Endgerät von der Schule. Jüngere Schülerinnen und Schüler teilen sich fortan jeweils zu zweit ein Tablet oder einen Laptop. Um die moderne Technik reibungslos nutzen zu können, werden die Schulgebäude zusätzlich mit neuen Leitungen, leistungsstarken Firewalls und internetbasierten Telefonanlagen ausgestattet. Der nun verabschiedete Medienentwicklungsplan sieht dafür bis 2030 Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro vor. Wer die Geräte für die Lehrkräfte bezahlt, ist noch offen, kritisiert Ratsherr Ingo Müller von der FDP: "Wenn das Land nicht in der Lage ist die eigenen Lehrkräfte auszustatten ist ein das ein Armutszeugnis. "

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Hamm als Vorreiter

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Mit dem Vorstoß will die Stadt Hamm beim digitalen Lernen eine Vorreiterrolle einnehmen und nicht erst auf die endgültigen Förderrichtlinien des Landes warten. Johanna Westermeier, SPD, sagte im Rat: "Damit sind wir Vorreiter. Auch beim Tempo. Wir sind schneller als der Digitalpakt 2.0. " In der Ratssitzung betonten Sprecher mehrere Fraktionen, dass Bildungschancen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfen. Die kostenfreie Bereitstellung der Geräte entlastet die Familien finanziell spürbar. Gleichzeitig sollen die Schulen die Kinder optimal auf die moderne Berufswelt vorbereiten und wichtige Schlüsselkompetenzen im täglichen Umgang mit digitalen Medien vermitteln.

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Stadt Hamm wartet auf Förderrichtlinien

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Die konkrete Finanzierung der Pläne hängt noch maßgeblich vom angekündigten "Digitalpakt 2.0" von Bund und Land ab. Die Stadt geht davon aus, dass ein Großteil der geplanten Endgeräte durch diese Fördermittel refinanziert werden kann, trägt aber selbst voraussichtlich einen Eigenanteil von über 20 Millionen Euro.

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Plan ist zusammen mit den Schulen entwickelt worden

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Der neue Plan schließt an die ersten Digitalisierungsschritte der vergangenen Jahre an. Schulen sind bereits seit 2016 durch Vorgaben des Landes verpflichtet, Schüler in allen Fächern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Der aktuelle Hammer Fahrplan wurde laut Bildungsdezernentin Britta Obszerninks nicht allein von der Verwaltung, sondern in enger Abstimmung mit Lehrkräften und Schulleitungen aller Schulformen passgenau für die Bedarfe vor Ort entwickelt.

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Kinder und Jugendliche in Hamm sollen den Umgang mit digitalen Welten lernen

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Die technische Ausstattung soll konkrete pädagogische Ziele im Unterricht unterstützen. Das betonte Johanna Westermeier von der SPD. So sollen die Hammer Kinder künftig lernen, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden und den Einfluss von Algorithmen zu verstehen. Auch die Prävention von Cybermobbing, ein respektvoller Umgang im Netz sowie das frühzeitige Erkennen von digitalen Betrugsversuchen sind feste Bestandteile des Lehrplans.

Autor: Rainer Wilkes

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