
Tag des Notrufs 112: Hammer Retter immer schnell da
Am Europäischen Tag des Notrufs 112 zeigt sich: Die Hammer Leitstelle bearbeitet jährlich rund 220.000 Anrufe und startet daraus gut 35.000 Einsätze.
Veröffentlicht: Dienstag, 10.02.2026 16:38
Leitstelle Hamm: 220.000 Notrufe pro Jahr
Die Notrufnummer 112 verbindet Menschen in ganz Europa kostenlos mit den Rettungskräften. In Hamm laufen alle Notrufe direkt bei der Feuerwehr-Leitstelle ein, die rund um die Uhr besetzt ist. Dort gehen Notrufe aus der Stadt ein, aber auch von Teilen der Autobahnen A1 und A2. Aus den jährlich etwa 220.000 eingehenden Anrufen entstehen rund 35.000 konkrete Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst. Die meisten Anrufe können dabei innerhalb einer Minute entgegengenommen werden, betont die Feuerwehr.
Schnelle Hilfe durch relativ kurze Wege in Hamm
Die geografische Lage Hamms spielt den Einsatzkräften in die Karten. Anders als in ländlichen Gebieten mit weit verstreuten Ortschaften können die Retter in Hamm meist schnell am Einsatzort sein. Die Stadt verfügt über eine gute Krankenhausinfrastruktur, wodurch auch die Transportwege für Patienten kurz bleiben. Diese Kombination aus kompakter Stadtstruktur und gut erreichbaren medizinischen Einrichtungen sorgt dafür, dass Notfälle in Hamm in der Regel zügig abgearbeitet werden können.
"In Hamm sind wir da sehr gut aufgestellt und auch vom Krankenhausaufkommen her sind wir sehr gut versorgt und brauchen dann halt und dementsprechend auch nicht weit fahren" - Lars Bresser, Leitstelle Feuerwehr Hamm
Die 112 in Hamm richtig nutzen
Feuerwehrchef Daniel Hüwe betont, bei echten Notfällen sollten die Menschen in Hamm schnell den Notruf wählen: "lieber einmal zu viel als einmal zu wenig" -besonders bei lebensbedrohlichen Situationen. Wichtig dabei: Nicht sofort auflegen nach dem ersten Austausch, da die Leitstelle häufig noch Rückfragen hat. Die Regel sei: "Die Leitstelle beendet das Gespräch", so Hüwe. Bewusst missbräuchliche Notrufe seien in Hamm nach wie vor sehr selten, da seien die Hammer tatsächlich sehr verantwortungsbewusst, bestätigt auch Mandana Sommerfeld aus der Leitstelle. Es sei deutlich weniger geworden, auch die Taschenanrufe, so Sommerfeld. Als Taschenanrufe werden Anrufe bezeichnet, die zustandekommen, wenn sich zum Beispiel die Tastensperre in der Hosentasche von sich aus entsperrt und der Notruf versehentlich ausgelöst wird. Dazu kämen auch noch Fehlanrufe, die von neuen mobilen Endgeräten wie Sturzsensoren in Smartphones oder Smartwatches ausgelöst werden. Aber auch hier könne in der Regel in einem kurzen Gespräch alles gut aufgeklärt werden.