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Tierpark Hamm: Zoogegner demonstrieren für Tierwohl
© Linnemann / Radio Lippewelle Hamm
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Tierpark Hamm: Zoogegner demonstrieren für Tierwohl

Eine Gruppe von auswärtigen Zoogegnern kündigt eine Versammlung unter dem Titel "Gespräch statt Gitter-Dialog für die Tiere" vor dem Hammer Tierpark an. Der Tierpark kritisiert die Forderungen.

Veröffentlicht: Freitag, 05.12.2025 05:46

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Protest vor dem Hammer Tierpark

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Schon zum vierten Mal in diesem Jahr protestiert die Gruppe "Green hearts" vor dem Hammer Tierpark. Man wolle auf die Situation der im Hammer Tierpark lebenden Tiere aufmerksam machen und Veränderungen anzustoßen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwischenzeitlich habe ein erstes Gespräch mit Verantwortlichen des Tierparks stattgefunden – ein Schritt, den man ausdrücklich begrüße. Der Tierpark stellt das etwas anders dar.

"Die augenscheinlich in Form eines Dialogs dargestellte Veranstaltung findet ohne Beteiligung des Tierparks Hamm statt, da wir weder offiziell darüber informiert noch zum Dialog eingeladen wurden", schreibt Tierpark-Geschäftsführer Sven Eiber in einer Stellungnahme.
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Tierpark Hamm widerspricht Vorwürfen der Zoogegner

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Die vorgetragenen Positionen seien irreführend formuliert und in vielen Fällen sachlich falsch, heißt es vom Tierpark Hamm. Dabei geht es u.a. um die Haltung von Raubkatzen. Ohne Zucht in Zoos wären Arten wie der Sibirische Tiger ausgerottet, argumentiert Eiber. Es entspreche nicht den Tatsachen, dass der Tierpark Hamm plant neue Tiger zu „kaufen“ oder zu „importieren“. Zuchtbuchkoordinierte Tiere wie der Sibirische Tiger werden den teilnehmenden Zoos zur Verfügung gestellt, so der Tierpark. Es fließen also weder finanzielle Mittel, noch werden Tiere aus der Natur entnommen. Der Tierpark wehrt sich auch gegen den Vorwurf, dass er seinen Flamingos die Flügel stutze, damit sie nicht wegfliegen. Die Tiere seien teilweise über 50 Jahre alt, seinerzeit war das Flügelstutzen üblich, mittlerweile ist das verboten. Der Tierpark begrüße das ausdrücklich. Wenn die aktuellen Flamingos gestorben sind, werde der Tierpark auch keine mehr aufnehmen.

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Forderung: VR-Optionen statt echte Tiere in Zoos

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Mit Skepsis sieht Sven Eiber die Forderung von "Green hearts", echte Tiere in Zoos durch virtuelle Angebote zu ersetzen. 

"Menschen, die im urbanen Umfeld keinerlei Möglichkeit mehr haben, Empathie für Tiere zu entwickeln, wird man nicht mit VR-Angeboten o.ä. für tierbestimmte Themen wie z.B. Artenschutz und Biodiversitätserhalt begeistern", ist er sich sicher.

Green Hearts trifft sich am Samstag (06.12.) von 14 bis 17 Uhr vor dem Tierpark Hamm.

Autor: Rainer Wilkes

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