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Verbraucherzentrale Hamm macht auf Online-Betrug aufmerksam
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Verbraucherzentrale Hamm macht auf Online-Betrug aufmerksam

Zum Weltverbrauchertag macht die Verbraucherzentrale auf Online-Betrug aufmerksam. Die Beratungsstelle Hamm gibt praktische Tipps.

Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 06:05

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Online Betrug für Verbraucher großes Problem

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Phishing-Mails, falsche QR-Codes und der Diebstahl der eigenen Identität: In der digitalen Welt laufen Verbraucher Gefahr Kriminellen zum Opfer zu fallen. Der Weltverbrauchertag am 15. März soll auf die Rechte von Verbrauchern und Verbraucherinnen aufmerksam machen. Die Beratungsstelle Hamm der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weiß was die aktuellen Herausforderungen für die Verbraucher und Verbraucherinnen in Hamm sind.

 

“Vor allen Dingen und an allererster Stelle kritisch sein. Also, kann die Mail von meiner Bank kommen? Kann dieses Geldanlageprodukt wirklich so toll sein? Je bessere Renditen, desto kritischer muss man sich das angucken. Im Zweifel lieber auf Gewinne verzichten, dann aber eine sichere Geldanlage nehmen oder bei so einer Mail, die man bekommt, im Zweifel bei der Bank oder bei dem Versender konkret nachfragen, und zwar über die üblichen Kontaktwege, ob es sein kann, dass diese Dateien verschickt wurden.” - Anne Schulze Wintzler, Leiterin Verbraucherzentrale Hamm
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Pishing per Mail, SMS oder QR-Code

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Beim sogenannten Pishing greifen Betrüger sensible Daten bis hin zum eigenen Geld ab. Über unter anderem E-Mails, SMS, QR-Codes in Briefen, werden Betroffene aufgefordert Daten weiterzugeben. Als Vorwand nennen die Kriminellen beispielsweise die Erneuerung der Zugangsdaten zum Online-Banking oder bei Online-Anbietern wie Amazon. Laut der Verbraucherzentrale seien etwa Zweidrittel aller Verbraucher von Pishing betroffen, aber nicht alle Fallen darauf rein: Betroffen vom Online-Betrug seien zwar alle Altergruppen, allerdings in der Regel eher ältere Menschen, so Kriminalhauptkomissar in Hamm Dirk Püttner. Um Pishing zu entgehen sollen sich Menschen immer auf dem klassischen Weg in ihren Profilen einloggen und nicht über den gesendeten Link oder QR-Code. Wer einen Pishing-Versuch entdeckt, soll zudem den entsprechenden Anbieter informieren. 

Andere zu warnen ist außerdem online über das Pishing Radar der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen möglich.

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Anlagebetrug im Internet

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Eine weitere Falle lauert beim Anlagenbetrug: Über Banner auf Facebook, Instagram und Co wird für ertragreiche Anlagen geworben. Wer für weitere Informationen dort seine Kontaktdaten, wie die eigene Telefonnummer angibt, wird wenig später oft telefonisch kontaktiert. Berater, die vorgeben im Ausland zu sitzen, überreden Betroffene, dann im persönlichen Gespräch zu investieren. Auch durch künstliche Intelligenz generierte Stimmen prominenter Personen, wie Markus Lanz, kämen zum Einsatz, so Kriminalhauptkomissar Dirk Püttner. Die Kommunikation mit betroffenen Personen finde auch über Chatgruppen auf WhatsApp oder Telegram statt. Zu Beginn sollten Betroffene kleine Summen investieren. Nachdem diese Große gewinne erzielen, sollten oft größere Summen investiert werden.

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Wo das Geld hingeht ist oft nicht nachvollziehbar

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Zum Problem wird das eigene Investment spätestens, dann wenn es ausgezahlt werden soll, denn dann ist das Geld weg. Und zwar wortwörtlich: Nachdem es auf ein Konto im Ausland überwiesen wurde, leiten Finanzagenten das Geld an andere Konten weiter. Das Vorgehen soll die Identität der Kriminellen schützen und eine Rückverfolgung des Geldes verhindert. Teilweise werden die Geldwerte auch in Krypto-Währung umgewandelt. Wer sich unsicher ist, ob das Angebot zum Anlegen seriös ist, kann sich auf der Website der 

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht durch Warnungen für Verbraucher klicken.

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Love Scam

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Auch in der Liebe wird betrogen: Online Bekanntschaften geben erst die große Liebe vor. Doch irgendwann gibt es ein Problem: Jemand aus dem Bekanntenkreis sei krank oder das Gegenüber befinde sich in einer finanziell schwierigen Situation. In der Hoffnung der großen Liebe helfen zu wollen, überweisen Betroffene Geld und fallen dem Betrug zum Opfer. Das perfide: Hinter den Love Scam stecken oft andere als sie vorgeben zu sein. Die angebliche Identität der Bekanntschaft ist nämlich auch gefälscht.

 

“Uns ist es wichtig, dass die Sachen angezeigt werden. Denn nur wenn sie angezeigt werden, können wir auch reagieren, können wir aufklären und entsprechende Maßnahmen dagegen tätigen.” - Kriminalhauptkommissar Dirk Püttner, Kriminalpolizeiliche Prävention
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Was zu tun ist, wenn man Betroffen ist

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Wenn es zu spät ist und schon persönliche Daten oder Geld geflossen sind, gilt es schnell zu sein: Betroffene sollen die eigene Scham überwinden und am selben Tag zur Polizei, um eine Strafanzeige zu stellen. Auch Anbieter wie die Bank sollten informiert werden, um Konto und Karte direkt zu sperren. Ob man das verlorene Geld zurückbekommt, hänge davon ab, ob die Überweisung des Geldes schon durchgegangen sei. Je länger die Überweisung her ist, desto unwahrscheinlicher wird es, das Geld zurückzubekommen. Opfer von Pishing sollen immer die entsprechende Mail sichern, damit dieser von IT-Experten ausgelesen werden kann.

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Worauf Verbraucher präventiv achten können

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Um gar nicht erst Opfer von Online-Betrug zu werden, gilt es Mails und Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Im Zweifel gilt: Beim Anbieter nachhaken. Was außerdem helfen kann: Ein sicheres Passwort, das Einrichten einer zwei-Faktor-Authentifizierung oder eines Passkeys. Außerdem gilt: Fremden online oder am Telefon nichts Privates erzählen. Für alle die wissen wollen wie sie sich schützen können, bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zudem eine Website und Online Vorträge an. Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale.

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