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Viele Teenies in Hamm könnten ihren Unterhalt verlieren
© Lippewelle
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Viele Teenies in Hamm könnten ihren Unterhalt verlieren

Die geplante Senkung der Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss trifft in Hamm hunderte Familien. Die Stadt rechnet mit dem Wegfall von über zwei Millionen Euro pro Jahr.

Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 05:50

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Pläne des Bundes und Folgen für Hamm

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Bundesfamilienministerin Prien hat Einschnitte beim staatlichen Unterhaltsvorschuss angekündigt. Künftig solle der Vorschuss nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr gewährt werden. Das Geld streckt der Staat Alleinerziehenden vor, wenn das anderer Elternteil seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

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Zahlen der Stadt Hamm zum Stichtag

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Die Stadt Hamm hat dazu konkrete Zahlen genannt. Zum Stichtag 30. Juni 2026 haben in Hamm 456 leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche über 16 Jahren Unterhaltsvorschuss bezogen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wären diese Leistungsberechtigten grundsätzlich von der Änderung betroffen.

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Rund 2,2 Millionen Euro im Jahr

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Nach Angaben der Stadt entspräche das einem Leistungsvolumen von rund 179.664 Euro im Monat. Auf das Jahr gerechnet wären das rund 2,2 Millionen Euro. Insgesamt hat die Stadt zum 30. Juni 2026 in Hamm 2.869 leistungsberechtigte Kinder gezählt.

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Entwicklung seit der Reform 2017

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Seit der Ausweitung des Anspruchs im Jahr 2017 ist die Zahl der Leistungsfälle in Hamm gestiegen. Zum 30. Juni 2018 hat die Stadt 2.407 leistungsberechtigte Kinder gezählt. Zum 30. Juni 2026 waren es 2.869.

Die Stadt will die Pläne der Bundesregierung auf Anfrage nicht kommentieren.

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Gesetzesänderung wird heiß diskutiert

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Die Pläne sind auch in der Regierungskoalition umstritten. Befürworter verweisen auf das Sparpotenzial für die Kommunen, sie wollen auch, dass die Zahlungspflichtigen- meist Väter- wirkungsvoller zur Zahlung verpflichtet werden, z.B. in dem mit der Einziehung des Führerscheins gedroht wird. Andere verweisen darauf, dass die Jugendlichen die Leidtragenden wären. Auch 16 oder 17-jährige brauchten schließlich Geld, meist sogar mehr als jüngere Kinder.

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