
Warnstreik Hamm: Vier Gerichte von Ausfällen betroffen
Die Gewerkschaft ver.di ruft die Tarifbeschäftigten der Hammer Gerichte morgen (Dienstag, 10.2.) zum ganztägigen Warnstreik auf. Amtsgericht, Oberlandesgericht, Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht sind von Ausfällen und Verzögerungen in der Verwaltung betroffen.
Veröffentlicht: Montag, 09.02.2026 06:36
Warnstreik betrifft Hammer Justiz
Am Dienstag, den 10. Februar, sollen die Tarifbeschäftigten an vier Gerichten in Hamm ihre Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, der das Amtsgericht, Oberlandesgericht, Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht betrifft. Bürger und Anwälte müssen sich auf Verzögerungen im Gerichtsbetrieb einstellen. Die Streikmaßnahme ist Teil der landesweiten Proteste der Länderbeschäftigten, die bereits seit Wochen für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.
Tarifrunde der Länder: 7 Prozent Lohnerhöhung gefordert
Die aktuellen Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den Ländern stehen im Mittelpunkt des Konflikts. Die Beschäftigten fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, wobei die unteren Lohngruppen mindestens 300 Euro monatlich mehr erhalten sollen. Auch für Nachwuchskräfte und studentische Hilfskräfte werden höhere Vergütungen verlangt. Die Gewerkschaft ver.di will mit dem Streik vor der nächsten Verhandlungsrunde zusätzlichen Druck aufbauen, da die bisherigen Gespräche ohne Ergebnis blieben.
Autor: Rainer Wilkes