
Warntag am 12. März: Sirenen heulen in Hamm
Am Donnerstag (12. März) heulen in ganz NRW, auch in Hamm, rund 6.500 Sirenen auf. Gleichzeitig schlagen Mobiltelefone Alarm, und Warnmeldungen erscheinen auf digitalen Tafeln sowie in sozialen Medien.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 14:59
Was am Warntag in Hamm passiert
Am Donnerstag, 12. März 2026, findet der landesweite Warntag in Nordrhein-Westfalen statt. Punkt 11 Uhr werden auch in Hamm die 40 Sirenen aktiviert. Gleichzeitig erhalten Handynutzerinnen und -nutzer automatisch eine Warnung über Cell Broadcast - ganz ohne vorherige App-Installation. Zusätzlich erscheinen Warnmeldungen in sozialen Medien und auf digitalen Stadtinformationstafeln und werden über Hörfunk sowie Fernsehen verbreitet.
So funktioniert das Warnsystem in NRW
Das Herzstück des Probealarms ist das Modulare Warnsystem (MoWaS). Über dieses System werden Warnmeldungen automatisch an Mobilfunkgeräte gesendet - per Cell Broadcast, also ohne dass eine App installiert sein muss. Ergänzend dazu alarmiert die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) registrierte Nutzerinnen und Nutzer. Eine Neuerung in diesem Jahr: Erstmals ist es möglich, auch die Entwarnung über Cell Broadcast auszusenden - eine Anforderung, die Nordrhein-Westfalen beim Bund durchgesetzt hat.
„Mit dem Probealarm wollen wir unser Warnsystem auf Herz und Nieren prüfen. Nur so finden wir heraus, ob es zuverlässig funktioniert und wo wir vielleicht noch nachbessern müssen. Gleichzeitig möchten wir die Bevölkerung für das Thema Warnung sensibilisieren. Nur, wenn die Menschen Sirenentöne richtig einordnen können, wissen sie im Notfall was zu tun ist." - Herbert Reul, Innenminister NRW
Hamm: Schwerpunkt Selbstschutz beim Warntag 2026
Das Thema des diesjährigen Warntags lautet „Selbstschutz". Ob Stromausfall, Sturm oder extreme Hitze - Krisen können vielfältig sein und jeden treffen. Das NRW-Innenministerium hat deshalb gemeinsam mit anerkannten Hilfsorganisationen im Brand- und Katastrophenschutz den Ratgeber „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall" entwickelt. Er bietet praktische Hinweise, wie Bürgerinnen und Bürger sich auf verschiedene Krisensituationen vorbereiten können. Wer vorsorgt, kann im Notfall ruhiger handeln und sich und anderen besser helfen.
Warntag in NRW: Eine Tradition seit 2018
Der landesweite Warntag wurde 2018 von Innenminister Herbert Reul ins Leben gerufen und findet seitdem regelmäßig am zweiten Donnerstag im März statt. Ziel ist es, nicht nur die Warnsysteme technisch zu testen, sondern auch die Bevölkerung daran zu erinnern, dass Feuerwehr und Rettungsdienst rund um die Uhr einsatzbereit sind. Der Probealarm soll Bürgerinnen und Bürgern helfen, Sirenentöne richtig einzuordnen und im Ernstfall besonnen zu handeln.
Autorinnen: Conny Kraft, Lena Zaubzer