
Wasserstoffbusse für Hamm kommen bis Ende des Jahres
Die lang ersehnten Wasserstoffbusse für Hamm sollen bis zum Ende des Jahres endlich im Stadtgebiet eintreffen. Nach Verzögerungen bei der Auslieferung befinden sich die Fahrzeuge der Stadtwerke Hamm aktuell auf dem Seeweg nach Europa.
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Auf hoher See: Hammer Wasserstoff-Flotte ist unterwegs
Die Stadtwerke Hamm warten aktuell noch auf die Lieferung von insgesamt 30 neuen Wasserstoffbussen für den lokalen Linienverkehr. Nach Angaben der Stadtverwaltung befinden sich derzeit 21 dieser Fahrzeuge auf einem Frachtschiff auf dem Weg von China nach Portugal zum Auslieferungswerk des Herstellers. Die restlichen neun Busse wurden Ende September verladen und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Europa. Sobald die gesamte Flotte in Hamm eingetroffen ist, dauert es laut Plan noch etwa zwei Wochen, bis sie regulär eingesetzt werden können. Bis dahin müssen die Stadtwerke auf ältere Dieselbusse zurückgreifen, um den Fahrplan im Hammer Stadtgebiet verlässlich aufrechterhalten zu können. Ziel bleibt es jedoch, die komplette neue Flotte noch vor dem Jahreswechsel offiziell in den Dienst zu stellen.
Bremssysteme führten zur Verzögerung
Die Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Fahrzeugflotte haben keine technischen Ursachen am Wasserstoffantrieb selbst. Vielmehr führten geänderte gesetzliche Vorgaben für automatische Bremssysteme dazu, dass die Produktion und Zulassung europaweit länger dauerten. Die Stadtverwaltung stellt klar, dass der Antrieb der Busse in der bisherigen Probephase absolut zuverlässig funktioniert hat. Als Entschädigung für die Wartezeit stellte der Hersteller den Stadtwerken Hamm bereits kostenfrei Vorgängermodelle zur Verfügung. Diese Testfahrzeuge konnten im täglichen Einsatz bereits beweisen, dass die moderne Technik für den Hammer Stadtverkehr sehr gut geeignet sei.
Steigende Dieselpreise: Wasserstoff rechnet sich immer mehr
Der Einsatz der Wasserstofftechnik rechnet sich für die Stadtwerke Hamm derzeit sogar besser als ursprünglich zu Beginn des Jahres kalkuliert. Grund dafür sind vor allem die hohen Preise für herkömmlichen Dieselkraftstoff, wodurch der alternative Antrieb wirtschaftlich an Attraktivität gewinnt.
Die Bestellung von 30 Bussen war notwendig, um die strengen Vorgaben der europäischen Richtlinie für saubere Fahrzeuge zeitnah zu erfüllen. Aus diesem Grund die Stadtwerke in der Vergangenheit bewusst auf den Zukauf neuer Dieselbusse verzichtet und stattdessen auf die klimafreundliche Variante gesetzt. Wenn diese große Lieferung abgeschlossen ist, kehren die Stadtwerke wieder zu ihrem gewohnten Rhythmus bei der Fahrzeugbeschaffung zurück. Künftig sollen dann wieder jährlich etwa fünf bis sechs Busse ausgetauscht werden, um die Flotte in Hamm modern und umweltfreundlich zu halten.
Autoren: Rainer Wilkes, Saskia Rudnik