Wenige Verstöße gegen Kontaktverbot - Corona-Update 29.03

Das schöne Wetter am Samstag (28. März) trieb viele Menschen in ganz NRW nach draußen - trotz Kontaktverbot. Doch die meisten hielten sich an die Regeln. Polizei und Städte vermeldeten nur wenige Vorfälle.

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Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag, um die 15 Grad: Wie gemacht für einen Gang an die frische Luft. Das haben sich viele Bürger in Nordrhein-Westfalen am Samstag gedacht. Demnach waren die Parks und Wälder im Bundesland gut besucht.

Zwar besteht weiterhin das Kontaktverbot in NRW bis zum 20. April. Doch solange sich an die Regeln gehalten wird (1,5 Meter Abstand, keine Ansammlung von mehr als zwei Personen - außer Familien und Wohngemeinschaften), haben Ordnungskräfte auch wenig einzuwenden. Nach ersten Angaben mussten Polizei und Städte nur vereinzelt Verstöße gegen das Kontaktverbot feststellen.

Laschet plädiert für Strategie der künftige Lockerung

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat in einem Beitrag in der "Welt am Sonntag" klar gemacht, dass es nicht zu früh sei, sich zu überlegen, wie es nach den Einschränkungen weitergeht. Bis zum 19. April einschließlich gelten die Maßnahmen des Kontaktverbots. "Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln", erklärt Laschet.

Festivals in NRW immer mehr auf der Kippe

Die Veranstalter großer Festivals in Nordrhein-Westfalen müssen weiter bangen. Denn ob in diesem Sommer auch wirklich jedes Festival stattfinden darf und wird, darf bezweifelt werden. Erste Absagen gibt es schon. Das berühmte "Mayday" in Dortmund ist vom 30. April auf den Herbst verschoben werden. Weitere werden wohl oder übel folgen.

Über 13.600 Infizierte in NRW

Die Zahlen des Gesundheitsministeriums für Sonntag (29. März 11:30 Uhr) sind veröffentlicht. Demnach zählt NRW 13.630 Infizierte vom Coronavirus und 110 Todesfälle. Im Vergleich zum Vortag sind knapp 900 neue Fälle hinzugekommen und fünf weitere Personen verstorben.

Güterzug aus Wuhan auf dem Weg nach Duisburg

Nach zwei Monaten ist der erste Güterzug aus der chinesischen Stadt Wuhan, dort wo das Coronavirus sich offensichtlich verbreitete, in Richtung Europa gestartet. Der mit medizinischer Versorgung beladene Zug soll in zwei Wochen in Duisburg eintreffen.

Pflanzen- und Erntehelfer dringend gesucht

Bis zu 45.000 Menschen fehlen der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen für die Erntezeit. Zwar haben sich für die Spargelernte schon viele freiwiliige Helfer gemeldet, doch die Landesregierung teilt mit, dass noch immer ein großer Teil gesucht werde. Wer helfen möchte kann sich auf dieser Webseite registrieren.

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