
Weniger Menschen in Hamm leben von Sozialleistungen
Immer weniger Menschen in Hamm sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die Quote ist die niedrigste im Ruhrgebiet.
Veröffentlicht: Montag, 10.11.2025 14:27
Rückgang der Sozialleistungsquote in Hamm
Laut Zahlen von IT NRW lebten 2014 noch gut 25.000 Menschen in Hamm von Sozialleistungen, während es 2024 nur noch rund 20.000 sind. Das entspricht einer Quote von etwa 11 Prozent – das ist der niedrigste Wert für eine Großstadt im Ruhrgebiet und auch bei allen Großstädten in NRW. Zum Vergleich: In Gelsenkirchen ist die sogenannte Mindestsicherungsquote doppelt so hoch. Auch bei Kindern zeigt sich ein positiver Trend: Waren 2014 noch mehr als jedes fünfte Kind in Hamm betroffen, ist es 2024 nur noch jedes achte (22,3 Prozent vs. 12,7 Prozent).
Steigende Ausgaben für Sozialleistungen
Trotz des Rückgangs der Betroffenen steigen die Ausgaben für Sozialleistungen. In Hamm wurden 2024 rund 37,2 Millionen Euro netto für Sozialleistungen ausgegeben. Davon entfielen 24 Millionen Euro auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Zahl der Empfänger dieser Leistungen stieg von 2.333 im Jahr 2014 auf 2.970 im Jahr 2024. Auch die Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz nahmen zu (2014: 708, 2024: 1.425). Ein weiterer großer Posten ist die Hilfe zur Pflege, die in Hamm 8,4 Millionen Euro ausmachte. Landesweit stiegen die Ausgaben für die Pflegehilfe um über 20 Prozent. Diese Unterstützung wird gezahlt, wenn Menschen sich den hohen Eigenanteil für die Unterbringung im Pflegeheim nicht leisten können.
Autor: Rainer Wilkes