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Mats und Luzi Pannewig im Lippewelle-Podcast „Hammer Stimmen: 800 Jahre - 8 Persönlichkeiten" - Folge 2: Wenn Sport in der DNA liegt
© Lippewelle/WA/Dröge
Mats und Luzi Pannewig sind jung, ehrgeizig und erfolgreich, wenn auch in sehr unterschiedlichen Welten. Im Podcast haben sie Michael Knippenkötte rund Simone Niewerth von ihren Erlebnissen, Entscheidungen und Wünschen für die Zukunft erzählt.
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Wenn Sport in der DNA liegt

Eine Hammer Faustball-Dynastie: Opa und Mutter Weltmeister, Vater Vizeweltmeister. Mats Pannewig spielt Bundesliga beim VfL Bochum, Schwester Luzi holte Bronze bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik. Zwei Wege – eine Wurzel: Hamm. Michael Knippenkötter und Simone Niewerth haben die beiden für Hammer Stimmen besucht.


Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2026 04:00

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Sport liegt bei den Pannewigs in der Familie – und doch gehen Luzi und Mats ihren ganz eigenen Weg. Die Geschwister aus Hamm sind jung, ehrgeizig und erfolgreich, wenn auch in sehr unterschiedlichen Welten. Während der 21‑jährige Mats Pannewig als Profi beim VfL Bochum in der 2. Bundesliga angekommen ist, hat seine drei Jahre jüngere Schwester Luzi ihre sportliche Karriere in der Sportakrobatik kürzlich bewusst beendet – zugunsten eines neuen Ziels. In der neuen Folge von Hammer Stimmen - Zeit für eine Aussprache berichten sie ehrlich und sympathisch vom Leben unter sportlichem Dauerstrom.



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Wanderurlaub statt Strand: Aufwachsen in einer Sportfamilie

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Aufgewachsen sind die beiden in einem Haushalt, in dem Bewegung selbstverständlich war. Strandurlaube? Eher selten. „Bei uns gab es in der Kindheit meistens Wanderurlaube und nicht Strandurlaube“, erinnert sich Mats. Österreich statt Mittelmeer, Bergtouren statt Liegestuhl – der sportliche Anspruch prägte den Alltag früh. Kein Wunder, denn die Eltern Niels und Ina Pannewig gehörten einst selbst zur nationalen Faustballspitze, der Großvater Fritz Pannewig war vielfacher deutscher und sogar Welt- und Europameister.


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Von Hamm nach Bochum: Mats Pannewigs Weg in die Bundesliga

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Mats schlug dennoch früh den Weg Richtung Fußball ein. Über den HSC Hamm und Westfalia Rhynern ging es ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04 – inklusive langer Fahrten, Trainings bis spätabends und viel familiärer Unterstützung. „Ohne meine Eltern und meinen Opa hätte das so nicht funktioniert“, sagt der Mittelfeldspieler rückblickend. Heute zahlt sich der Aufwand aus: Unter Trainer Uwe Rösler entwickelte sich Pannewig beim VfL Bochum zum festen Bestandteil der Mannschaft, gilt als wichtiger Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive.

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England oder Spanien? Mats Pannewig über seine Zukunftspläne

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Dass damit auch Begehrlichkeiten anderer Vereine entstehen könnten, ist Mats bewusst. Einen schnellen Wechsel schließt er nicht aus, aber sagt auch: „Im Fußball hängen solche Entscheidungen von vielen Faktoren ab – vom Trainer, vom Spielsystem, davon, ob man wirklich reinpasst“, sagt er. Nicht jeder Schritt sei automatisch ein Fortschritt. Gleichzeitig macht er keinen Hehl daraus, dass ihn ein Wechsel ins Ausland eines Tages reizen würde. Besonders England, „die beste Liga der Welt“, aber auch Spanien mit seinem technisch geprägten Fußball nennt er als spannende Optionen.


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Bodenständig trotz Bundesliga: Hamm bleibt Heimat

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Der große Rummel ist für Mats dagegen kein Selbstzweck. Er liest kaum Berichte über sich, blendet Kritik bewusst aus. „Wenn man eine gute Leistung bringt, schreiben alle positiv – und beim nächsten Mal genau das Gegenteil.“ Bodenständigkeit ist ihm wichtig, ebenso wie die Verbindung zur Heimat. Hamm bleibt Rückzugsort, Cafébesuche mit Freunden gehören für ihn genauso dazu wie der Familienblock im Stadion, wenn die Eltern und Luzie ihn anfeuern.

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Luzi Pannewig tauscht Turnhalle gegen Hörsaal

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Luzi Pannewig kennt Leistungsdruck ebenfalls. Die 18‑Jährige war jahrelang in der Sportakrobatik aktiv, einer anspruchsvollen Mischung aus Turnen, Hebefiguren und Saltos. Im Dezember absolvierte sie ihren letzten Wettkampf, bewusst und ohne Wehmut. Nach einem sehr guten Abitur plant sie nun ein Studium der Zahnmedizin, hilft aber weiterhin beim Training des Nachwuchses.


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Ehrgeiz ohne Allüren: Was die Geschwister Pannewig verbindet

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Was beide verbindet, ist der Rückhalt der Familie – und das Gefühl, in Hamm verwurzelt zu sein. Trotz unterschiedlicher Wege eint sie eine Haltung, die im Profisport nicht selbstverständlich ist: Ehrgeiz ohne Allüren, Erfolg ohne Abheben.

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