
Westentor Hamm: Endphase der Bauarbeiten startet
Am Westentor in Hamm beginnt die Endphase des Umbaus mit einer spektakulären Baumpflanzung. Wegen des Wetter dauert es aber noch länger als geplant, bis das Westentor fertig wird.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 17:16
Zwei-Tonnen-Bäume werden per Kran in Hamm eingesetzt
Eigentlich sollte die Baustelle am Westentor im April 2026 fertig werden. Das wird voraussichtlich nichts mehr. Wegen Frost und ungeplanter Leitungen dauern die Bauarbeiten doch länger. Zumindest startet nun aber die finale Phase: Am Mittwoch, 11. März, und Donnerstag, 12. März, werden acht Säulen-Platanen der Sorte „Tremonia" im Bereich der Haltestellenüberdachung eingesetzt. Die jeweils rund zehn Meter hohen und knapp zwei Tonnen schweren Bäume werden mit einem 40-Tonnen-Kran über die neuen Dachkonstruktionen des Westentors gehoben und dann senkrecht durch die Aussparungen im Dach in vorbereitete Pflanzgruben eingesetzt. Eine Besonderheit ist, dass alle vier Baumscheiben pro Seite jeweils unterirdisch miteinander verbunden sind und so für die Bäume ein großzügiger Wurzelraum vorhanden ist.
Regenwasser versorgt Platanen in Hamm
Bei Regen wird das anfallende Wasser von den Dächern über Fallrohre in den Stützen zum Wurzelbereich der Platanen geleitet, um diese zusätzlich mit Wasser zu versorgen. Diese Art der Baumscheibe soll den Bäumen an diesem beengten Standort die bestmöglichen Bedingungen bieten und dafür sorgen, dort nachhaltig gesunde Bäume zu entwickeln. Durch die Baumaßnahme soll ein funktionaler, offener und attraktiver Stadtraum entstehen, der auch den Belangen des Klimawandels durch hohe ökologische Standards gerecht wird. Voraussichtlich ab dem 16. März werden die Stahlrandträger und die Abdichtung für die Dachbegrünung montiert sowie diese eingebaut.
Gerüstabbau am Westentor Hamm für April geplant
Nach der Montage der Dachbegrünung werden die Gerüste Anfang April abgebaut. Danach folgen die letzten Arbeiten: Unter anderem werden in den Wartebereichen Blindenleitsysteme und die Ausstattung wie Windschutz mit Bänken, Abfallbehälter und Baumgitter eingebaut. Die Elektroinstallation im Dach beispielsweise für die Beleuchtung wird fertiggestellt. Ende April erfolgt dann der Einbau der Gussasphaltdeckschicht in den Wartebereichen und die Asphaltdeckschicht in den Radwegen. Im Mai wird das Auftragen der Farbbeschichtung auf dem Asphalt den Abschluss des Umbaus markieren.
Frost und unbekannte Leitungen verzögern Fertigstellung
Dass die Freigabe des Westentors nicht wie geplant zu Ostern klappt, hängt mit der Witterung des zurückliegenden Winters zusammen. Aufgrund von Schnee und vor allem Frost konnte mehrere Wochen lang nicht oder nur eingeschränkt gearbeitet werden, da beispielsweise keine Elektroinstallationsarbeiten ausgeführt werden konnten. Zuvor hatten sich die Arbeiten verzögert, unter anderem weil in der Baugrube unerwartete Versorgungsleitungen aufgetaucht sind. Schließlich wurden zahlreiche Leitungen vorgefunden, die nicht oder nur teilweise bekannt waren. Diese mussten in zeitaufwendiger Handarbeit frei- und umgelegt werden. Bei einer solch umfangreichen Baustelle komme es vor, dass beispielsweise Leitungen gefunden werden, die auf keinem Plan vorher zu sehen waren, und die Stadt gehe davon aus, dass die komplette Baustelle "Umbau Westentor" im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden kann.
Autorinnen: Conny Kraft, Lena Zaubzer