
Westfälisches Musikfestival Hamm zieht Erfolgsbilanz
Das Westfälische Musikfestival Hamm schließt in diesem Jahr mit rund 7.200 Besuchern ab. Besonders das kostenlose Open-Air-Konzert zum Auftakt erwies sich als großer Publikumsmagnet.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.2026 05:13
Eröffnungskonzert als Türöffner
Festivalleiter Tilman Smalla spricht gegenüber der Lippewelle von einem großen Erfolg. Besonders das kostenlose Eröffnungskonzert auf dem Marktplatz (Foto) mit rund 4.000 Besuchern sei die beste Werbemaßnahme in der Geschichte des Festivals gewesen. Die Nordwestdeutsche Philharmonie spielte dabei Klassiker der Filmmusik.
"Also es war so, dass wir schon am Sonntag— das Konzert war ja am Samstag— schon gesehen haben, dass die Ticketverkäufe für den 5.7., das Abschlusskonzert, rasant angezogen haben, und das hat sich dann eigentlich in der gesamten Festivalzeit so fortgesetzt." Tilman Smalla
Smalla kann sich ein ähnliches kostenloses open-air-Angebot auch in den nächsten Jahren vorstellen.
"Also es ist, glaube ich, für Festivals, die in einer Gesellschaftsstruktur, wie die in Hamm vorherrscht, sehr, sehr wichtig, dass man einfach sich wirklich breit aufstellt, dass man wirklich für alle Leute erreichbar ist." Tilman Smalla
Fischerhalle ist nach sieben Jahren wieder Konzerthalle
Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die Rückkehr in die Fischerhalle. Nach jahrelanger Nutzung als Flüchtlingsunterkunft konnten dort erstmals seit sieben Jahren wieder knapp 800 Gäste das Abschlusskonzert mit Beethovens 9. Sinfonie erleben.
"Die Fischerhalle ist, glaube ich, für Sinfonieorchester, auch chorsinfonische Werke wirklich, wirklich gut, aber die Sänger bei Beethovens 9. Sinfonie mussten sich ordentlich anstrengen. Trotzdem hat das, glaube ich, ganz gut funktioniert. Einen perfekten Saal haben wir halt nicht, aber der ist für die Hammer Verhältnisse und für das, was wir da machen, nahezu perfekt." Tilman Smalla
Wind und Hitze machen Festival zu schaffen
Das Westfälische Musikfestival Hamm ist ein Sommerfestival, viele Konzerte finden unter freiem Himmel statt. Gleichzeitig war das Wetter in diesem Jahr so unberechenbar wie schon lange nicht mehr.
"Also das Wetter verändert sich, das steht, glaube ich, außer Frage, Und das, was wir versuchen, was wir in diesem Jahr auch gemacht haben, ist dann eben, sollte irgendeine Extremsituation eintreten, dass wir die Möglichkeiten haben zu reagieren. Und das ist ein absoluter Vorteil, den wir gegenüber anderen Städten haben, die solche Festivals veranstalten, dass wir Ausweichmöglichkeiten haben." Tilman Smalla
Autor: Rainer Wilkes