
Wildunfälle in Hamm: Hohes Risiko nach Zeitumstellung
Nach der Umstellung auf die Winterzeit sind Wildtiere und Berufspendler gleichzeitig in der Dämmerung unterwegs. Die Kreisjägerschaft Hamm gibt wichtige Hinweise für Autofahrer.
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Autofahrer sollten in der Dämmerung vorsichtig sein
Nach der Zeitumstellung steigt in Hamm die Gefahr von Wildunfällen. Darauf weist der Landesjagdverband hin. Autofahrer sollten jetzt vor allem in der Dämmerung besonders aufmerksam sein. In NRW gibt es jedes Jahr Zehntausende Wildunfälle. Nach der Umstellung auf die Winterzeit ist die Gefahr besonders hoch, denn Berufspendler und Wildtiere sind morgens und abends gleichzeitig unterwegs. Das gilt auch rund um Hamm, wo viele Straßen an Feldern und Waldstücken entlangführen. Am häufigsten trifft es Rehe. Im vergangenen Jagdjahr wurden in NRW rund 25.000 Tiere bei Verkehrsunfällen getötet.
So verhaltet ihr euch richtig
Die Experten raten, in der Dämmerung langsamer zu fahren und den Fahrbahnrand im Blick zu behalten. Taucht Wild im Scheinwerferlicht auf, solltet ihr abblenden und hupen. Rechnet außerdem mit Nachzüglern. Was sonst wichtig ist, sagt Justus Oexmann, Sprecher der Kreisjägerschaft Hamm:
Sollte gerade jetzt in der Dämmerungszeit im Straßenverkehr vor einem Wild auf der Straße auftauchen, ist es ganz wichtig, Ruhe zu bewahren, kontrolliert zu bremsen und die Spur zu halten und niemals unkontrolliert auszuweichen.
Nach einem Wildunfall
Schaltet die Warnblinkanlage ein und ruft die Polizei. Bei Rehen und Wildschweinen ist diese Meldung Pflicht. Wie es danach weitergeht, erklärt Justus Oexmann:
Nach einem Wildunfall sollte man als erstes die Ruhe bewahren. Danach die Polizei informieren und entsprechend die Unfallstelle absichern. Die Polizei wird dann den zuständigen Jäger informieren der zur Unfallstelle kommt. Es wäre gut, wenn Sie diesem zeigen könnten, wo das Stück Wild liegt, oder in welche Richtung es geflüchtet ist, damit der Jäger alles Weitere unternehmen kann, damit das Tier sich nicht weiter quälen muss.
Verletzten Tieren solltet ihr nicht nachlaufen. Totes Wild dürft ihr nicht mitnehmen, denn das gilt als Jagdwilderei.