Gedenken an die Reichspogromnacht

Foto: Lippewelle

09.11.2018

Viele Jugendliche und auch Kinder beteiligen sich


Vor 80 Jahren war auch Hamm Schauplatz der sogenannten "Reichspogromnacht". Dabei wurden Synagogen, Geschäfte und Wohnungen geplündert. In Hamm wird mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen daran erinnert. Daran beteiligen sich viele Jugendliche und erstmals auch Kinder.

Mit Koffern und Schildern erinnerten heute Mittag am Bahnhofvorplatz Schülerinnen und Schüler an die Hammer Juden. Sie lasen 110 Namen vor. Diese Hammer waren während der NS-Zeit von Hamm nach Theresienstadt, Sachenshausen und Auschwitz deportiert worden.

Fünf Schulen nahmen an der Gedenkaktion am Bahnhofsvorplatz teil. Die Bereitschaft unter den Schülern sei groß gewesen, hieß es von den Lehrern.
Die traditionelle Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht läuft zur Stunde am Platz der Synagoge statt. 

Die traditionelle Gedenkveranstaltung  am Platz der Synagoge wird diesmal von der Realschule Heessen mitgestaltet.

In Hamm begannen die Plünderungen wohl nach Mitternacht. Die Synagoge an der Martin-Luther-Straße wurde verwüstet, SS-Männer wollten das Gebäude anzünden. Sie ließen davon offenbar ab, weil die Feuerwehr schon wegen eines Großbrandes am Güterbahnhof in Einsatz war. Die Nazis plünderten mindestens 10 Wohnungen.

An der Heßlerstraße wird das Haus der Familie Berla verwüstet, der Dachstuhl angezündet. An der Schützenstraße fesselten SA-Männer die fünfjährige Eva Heymann an einen Stuhl und schlugen die Einrichtung um sie herum kurz und klein. Das Mädchen wurde 1942 zusammen mit ihren Eltern ermordet.

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