
Petition aus Hamm fordert telefonische Krankschreibung für zwei Tage
Im Streit um die geplante Krankschreibung ab dem ersten Tag kommt ein Kompromissvorschlag aus Hamm. Eine neue Petition fordert eine telefonische Kurz-Krankschreibung, um Arztpraxen vor Ort zu entlasten.
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Initiator aus Hamm startet Petition gegen sofortige Arztpflicht
David Fischer aus Hamm fordert den Bundestag auf, eine telefonische Kurz-Krankschreibung für maximal zwei Tage gesetzlich zu verankern. Erst ab dem dritten Fehltag soll ein persönlicher Arztbesuch oder eine Videosprechstunde zwingend erforderlich sein. Die entsprechende Petition auf der Plattform Change.org haben aktuell rund 1.400 Menschen unterschrieben.
Forderung: Persönlicher Arztbesuch erst ab dem dritten Tag
Der Vorschlag von David Fischer richtet sich gegen die politische Debatte, eine ärztliche Bescheinigung generell ab dem ersten Krankheitstag zur Pflicht zu machen. Nach Ansicht des Initiators würde dies die Hausarztpraxen völlig überlasten und zudem das Infektionsrisiko in den Wartezimmern deutlich erhöhen. Viele Arbeitnehmer seien bei leichten Infekten nach ein bis zwei Tagen ohnehin wieder fit, ein erzwungener Arztbesuch sorge lediglich für mehr Bürokratie.
Kontrollen statt Generalverdacht: So soll Missbrauch verhindert werden
Das Konzept sieht gezielte Kontrollen statt eines Generalverdachts vor, um Missbrauch bei Krankmeldungen zu bekämpfen. Krankenkassen oder der Medizinische Dienst sollen datenschutzkonform auffällige Muster prüfen - etwa gehäufte Kurz-Krankschreibungen. Arbeitgeber erhalten dabei weiterhin ausschließlich die gesetzlich vorgesehenen Informationen. Ein Zugriff auf medizinische Diagnosen bleibt ausgeschlossen. Wer die Petition unterstützen möchte, findet sie auf der Internetseite von Change.org.