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ASH-Hamm: Müllfahrzeuge dürfen in Ausnahmefällen rückwärts fahren
© Radio Lippewelle Hamm
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ASH-Hamm: Müllfahrzeuge dürfen in Ausnahmefällen rückwärts fahren

Seit Januar 2026 gelten in Hamm neue Sicherheitsregeln für die Müllabfuhr - Rückwärtsfahrten sollen weitestgehend vermieden werden. Der ASH hat deshalb den kompletten Tourenplan überarbeitet und setzt kleinere Fahrzeuge mit Einweisern ein.

Veröffentlicht: Mittwoch, 14.01.2026 08:56

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Neue Sicherheitsregeln für ASH-Fahrzeuge in Hamm

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Die meisten Hammer Haushalte müssen sich seit dem 1. Januar 2026 auf veränderte Abfuhrtermine für ihre Mülltonnen einstellen. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) hat seinen Tourenplan grundlegend überarbeitet, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Grund für die Änderungen sind bundesweite Unfallstatistiken, die zeigen, dass Rückwärtsfahrten von Müllfahrzeugen immer wieder zu gefährlichen Situationen führen. Die Stadt Hamm reagiert damit präventiv auf diese Unfallursache und stellt die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in den Vordergrund.

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Rückwärtsfahrten nur noch in Ausnahmefällen erlaubt

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Der ASH darf Mülltonnen grundsätzlich nur noch abholen, wenn dies ohne Rückwärtsfahren möglich ist. In einigen Hammer Straßen müssen Fahrzeuge jedoch nach wie vor in Einzelfällen rückwärts rangieren, da auch dort der Platz zum Wenden für die kleineren Müllwagen nicht ausreicht. Die erste Lösung ist jedoch immer, vorwärts in Straßen hineinzufahren und am Ende zu wenden. Wenn dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, ist Rückwärtsfahren nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Dabei muss beispielsweise ausreichender Abstand zu parkenden Fahrzeugen eingehalten werden. Kleinere Müllfahrzeuge dürfen mit einem Einweiser in diesen Straßen rückwärtsfahren, weil der Platz aufgrund der kompakteren Fahrzeugmaße rechts und links ausreicht.

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Nachschulungen nach Beschwerden aus Hamm-Berge

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Ein Lippewelle-Hörer hatte in der Lise-Meitner-Straße in Berge das Rückwärtsfahren eines Müllfahrzeugs beobachtet und dies gemeldet. Laut Stadtverwaltung ist das Rückwärtsfahren an dieser Stelle tatsächlich notwendig - allerdings hätte der Fahrer durch den Lader eingewiesen werden müssen. Die Stadt bestätigte, dass die Sicherheitsvorschriften in diesem Fall nicht eingehalten wurden. Die betreffenden ASH-Kollegen sollen deshalb noch einmal nachgeschult werden, um sicherzustellen, dass die neuen Sicherheitsrichtlinien konsequent befolgt werden. Herkömmliche große Müllfahrzeuge dürfen an solchen Engstellen grundsätzlich nicht rückwärts rangieren.

Autor: Lars Kosmehl

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