
CDU Hamm befürchtet Ende der Jugendberufsagentur
Das Kaputtsparen der Bundespolitik hätte große Folgen für die Jugendlichen in Hamm, die sich nach der Schule erstmal orientieren müssen und da besondere Unterstützung brauchen. Deswegen haben die Jobcenter auch einen Brief an Bundesregierung geschrieben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.09.2023 05:00
Kritik aus Hamm an dem Haushaltsentwurf
Heute setzt der Bundestag die Haushaltsberatungen fort. Finanzminister Lindner will 30 Milliarden Euro weniger ausgeben. Offenbar will er auch bei der Arbeitsmarktpolitik sparen, das fürchtet zumindest die CDU Hamm. Und sie befürchtet das Aus für die Jugendberufsagentur in Hamm. Denn, zum Haushaltsentwurf gehört eine wesentliche Änderung für Bürgergeld-Empfänger unter 25 Jahren. Junge Menschen sollen nicht mehr durch das Jobcenter betreut werden, sondern durch die Agentur für Arbeit. Das würde dann aus der Arbeitslosenversicherung bezahlt und nicht mehr aus Steuergeldern und würde so den Bundeshaushalt entlasten.
Jobcenter in Hamm beteiligt sich an Brief an die Bundesregierung
CDU-Chef Arnd Hilwig hält die Pläne für falsch. Immerhin würden rund 2.100 junge erwerbslose Erwachsene in Hamm bisher vom kommunalen Jobcenter betreut. Diese Jugendlichen haben oft gerade die Schule beendet und brauchen Unterstützung bei der Orientierung in der Berufswelt, damit ihnen möglichst alle Chancen offengelegt werden. Sie werden zielgerichtet bei der Berufs- und Ausbildungswahl unterstützt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeit des Jobcenters kennen oft die Gesamtsituation. Zukünftig wären die Jobcenter nicht mehr für die ganze Familie zuständig“, so Hilwig. „Das wäre ein Nachteil in der Betreuung und keine vernünftige Sozialpolitik“. Aus den Jobcentern sei massive Kritik an den Plänen der Bundesregierung zu vernehmen. Sie haben einen „Brandbrief“ an die Bundesregierung geschrieben.