Hamm angeblich Corona-Hotspot

Hunderte Hammer werden deshalb im Urlaub abgewiesen.

© Thorsten Hübner / Stadt Hamm

Einfach mal raus aus Hamm, um auch mal etwas anderes zu sehen. Gerade jetzt bei dem Wetter wäre noch etwas Meer und Strand doch ganz schön. Deshalb zieht es jetzt zu Coronazeiten viele Hammer an die Ost- oder auch Nordsee. Doch es kann passieren, dass sie da direkt wieder weggeschickt werden! So ging es ja schon einigen Urlaubern aus Gütersloh. Jetzt haben aber auch viele Hammer schon die Bitte bekommen: "Kommt nicht zu uns!". Dem Hammer Michael ist das jetzt auch passiert. Ihm wurde die Vater-Kind-Kur abgesagt, weil er aus Hamm kommt.

© Radio Lippewelle Hamm

Die Stadt stellt bei Problemen ein Anschreiben des Oberbürgermeisters zur Verfügung. Darin wird auf die tatsächliche Corona-Lage in Hamm verwiesen. Um die 100 Anträge wurden schon gestellt. Den Brief bekommt Ihr, wenn Ihr eine E-Mail an das OB-Büro schickt: vzob@stadt.hamm.de

Auch bei der Verbraucherzentrale sind schon einige Anfragen gelandet

Auch die Verbraucherzentrale hat dazu schon einige Anfragen bekommen. Die Rechtslage ist eindeutig auf Seite der Hammer, sagt uns Beraterin Anne Schulze-Winzeler. Denn Hamm ist derzeit kein Risikogebiet, es gebe nirgendwo ein Vermietungsverbot für Menschen aus Hamm. Allerdings will nicht jeder einen Urlaub antreten, in dem er sich unerwünscht fühlt. Trotzdem sollten die Verbraucher ihre Ferienwohnung oder ihr Hotelzimmer nicht von sich aus stornieren. Denn wenn das der Vermieter tut, haben die Mieter Anspruch auf Erstattung ihrer Anzahlung. Sie können dann unter Umständen auch Schadenersatz geltend machen, wenn sie sich eine neue Unterkunft suchen müssen, die teurer ist.

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