
Hamm: Bombenfund führt zu Evakuierung
Bei Sondierungsarbeiten am Fritz-Baudach-Weg in Hamm-Herringen ist eine 125 Kilogramm schwere Sprengbombe mit Doppelzünder entdeckt worden. Rund 380 Anwohner aus 49 Adressen mussten heute Nachmittag (27.1.) evakuiert werden, bevor die Bombe erfolgreich entschärft wurde.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 10:49
Blindgänger in Herringen
Bei routinemäßigen Sondierungsarbeiten auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche am Fritz-Baudach-Weg in Hamm machten Experten eine brisante Entdeckung: eine 125 Kilogramm schwere Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger liegt unmittelbar neben der Wohnbebauung und stellt aufgrund des Doppelzünders eine besondere Gefahr dar. Die Sondierungsbohrungen wurden auf Veranlassung des Grundstückseigentümers durchgeführt, der Sicherheit für die nahegelegenen Bewohner haben wollte.
380 Menschen müssen evakuiert werden
Aufgrund der Gefährlichkeit des Blindgängers haben die Behörden eine umfassende Evakuierung angeordnet. Ab 16 Uhr mussten alle Bewohner in einem Radius von 180 Metern um den Fundort ihre Häuser verlassen. Insgesamt sind 49 Adressen und rund 380 Personen von der Sicherheitsmaßnahme betroffen. Betroffene Anwohner können sich ab 16 Uhr in der eingerichteten Betreuungsstelle in der Mensa der Arnold-Freymuth-Schule an der Fangstraße 17 aufhalten.
Entschärfung am Fritz-Baudach-Weg geplant
Die Entschärfung des 125-Kilo-Blindgängers startete am Dienstag gegen 17:30 Uhr. Bereits eine halbe Stunde später war die Bombe entschärft und die Bewohner konnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Als Aufstellfläche für die Einsatzkräfte diente die Feuerwache an der Fangstraße. Der Doppelzünder der Sprengbombe erforderte besondere Vorsichtsmaßnahmen. In Hamm werden immer wieder Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt, weil die Stadt u.a. wegen der Bahnanlagen bevorzugtes Ziel alliierter Bomber war.
