
Hamm: Erste Lockerung bei Geflügelpest
Das Veterinäramt Unna hat die strenge Schutzzone gegen Geflügelpest in Hamm aufgehoben. Die Überwachungszone mit zehn Kilometern Radius um den betroffenen Betrieb in Pelkum bleibt jedoch bestehen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 21.01.2026 11:20
Erste Lockerung der Maßnahmen in Hamm
Das Veterinäramt Unna kann erste Entwarnung bei den Maßnahmen gegen die Geflügelpest geben. Es hat entschieden, die strenge Schutzzone rund um den betroffenen Putenmastbetrieb in Pelkum aufzuheben. Die entsprechende Verfügung wurde bereits im Amtsblatt der Stadt Hamm veröffentlicht. Dies bedeutet jedoch nicht das Ende aller Beschränkungen für die Region. Die Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern um den Betrieb bleibt weiterhin bestehen. Die frühere Schutzzone wird nun Teil dieser erweiterten Überwachungszone, wodurch dort die gleichen Maßnahmen gelten wie im gesamten Überwachungsbereich.
Beschränkungen für Betriebe in Hamm-Pelkum bleiben bestehen
Für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe in der Region bedeutet diese Lockerung noch keine vollständige Rückkehr zur Normalität. Auch in der Überwachungszone gelten weiterhin strenge Auflagen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe. Tierische Produkte wie Eier dürfen nach wie vor nicht verkauft werden. Diese Einschränkung trifft die lokalen Betriebe wirtschaftlich erheblich und wird erst mit einer vollständigen Aufhebung aller Maßnahmen beendet. Die Landwirte müssen sich daher weiterhin gedulden, bis das Veterinäramt grünes Licht für den normalen Geschäftsbetrieb gibt.
Hintergrund des Geflügelpest-Ausbruchs in Hamm
Die Schutz- und Überwachungszonen wurden Ende des vergangenen Jahres nach einem bestätigten Ausbruch der Vogelgrippe in dem Putenmastbetrieb in Pelkum eingerichtet. Diese Maßnahmen dienen dazu, eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche zu verhindern und sowohl Wild- als auch Nutzgeflügel zu schützen. Wann alle Beschränkungen vollständig aufgehoben werden können, ist derzeit noch nicht absehbar. Das Veterinäramt wird die Situation weiterhin engmaschig überwachen und die Maßnahmen entsprechend der epidemiologischen Lage anpassen. Für die betroffenen Betriebe und Geflügelhalter in der Region bleibt somit weiterhin Geduld gefragt.