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Hamm: Mehr Plätze in Kita und OGS
© Orendi / Radio Lippewelle Hamm
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Hamm: Mehr Plätze in Kita und OGS

Auf dem Weg zur "familienfreundlichsten Stadt" ist Hamm jetzt noch einen Schritt weiter: Die Stadt kann den kommenden Rechtsanspruch auf Betreuung in Kita und OGS erfüllen. Grund dafür sind Investitionen in die Kinderbetreuung.

Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 05:48

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Gute Betreuung in Kita und OGS in Hamm

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Ab dem 1. Geburtstag hat jedes Kind in Hamm Anspruch auf einen Kitaplatz. Genügend Plätze zu schaffen ist auch in Hamm eine große Aufgabe - Die die Stadt bereits gut handelt. Jedem Kind könne nun grundsätzlich ein Platz in der Kita oder OGS angeboten werden, so Oberbürgermeister Marc Herter. Das bedeutet nicht, dass für jedes Kind ein Platz bereitgehalten wird. Stattdessen plant die Stadt mit Prognosen, wie viele Kinder zukünftig betreut werden müssen. Die Berechnung könne auch von realen Bedingungen abweichen, so die Stadt. Die Stadt erreicht laut Fortschrittsbericht 2026 im Kitajahr 2025/2026, und damit anderthalb Jahre früher als geplant, ihr Ziel, die bedarfsdeckenden Versorgungsquoten in der Kindertagesbetreuung zu erfüllen.


„Da beweist sich Familienfreundlichkeit: Wenn eine Stadt familienfreundlich sein will, dass am Ende nicht irgendwelche Listen, die aber Wartelisten sind, zur Verfügung stehen, sondern reale Plätze.“ – Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm

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Stadt Hamm hat Angebot ausgebaut und investiert

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46 Kindertagesstätten sind in Hamm in den vergangenen Jahren neu- oder ausgebaut worden. Doch das bedeutet nicht automatisch mehr Plätze in allen Bereichen: Im Kleinkindalter sind seit 2021 86 neue Plätze geschaffen worden. Bei den über Dreijährigen bleiben die Plätze auf demselben Niveau wie zuvor. In der Grundschule gibt es die meiste Veränderung: In der offenen Ganztagsschule werden im Vergleich zum Schuljahr 2021/22 aktuell etwa 1.500 neue Plätze angeboten. Doch gerade in diesem Bereich steht die Finanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen auf wackeligen Beinen. In der OGS Selmigerheideschule beispielsweise sei ein Antrag zur Förderung der Sanierung abgelehnt worden, so die Stadt. In die Kitas investiert die Stadt, zusätzlich zu ihrem Pflichtanteil, sechs Millionen Euro jährlich.


„Die Beiträge bleiben auch in Zukunft historisch niedrig hier in Hamm. Leider ist es aber auch so, dass das Land uns ein bisschen im Stich lässt und wir bis zu elf Millionen Euro aus dem Budget dazu zahlen müssen.“- Stefan Heitkemper, SPD-Mitglied im Hammer Stadtrat

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Wie Kita- und Tagespflege- Ausbau in Hamm weitergehen

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Der Ausbau der Kitas soll weitergehen. Mehr Plätze soll es dadurch nicht unbedingt geben. Stattdessen soll reduziert werden: Kleinere Gruppen, die enger betreut werden. Die Erzieherinnen und Erzieher sollen sich also um weniger Kinder kümmern. Bei der Suche nach einem geeigneten Kitaplatz soll das an das Familienrathaus angegliederte Kitaportal Eltern zusätzlich unterstützen. Die Aktionswoche „Gut betreut in Kindertagespflege“ möchte zudem Anfang Mai 2026 auf die Kindertagespflege aufmerksam machen. Im Kleinkindalter gilt die Kindertagespflege als gleichrangiges Betreuungsangebot zur Kita. Aktuell betreuen rund 110 Tagespflegepersonen Kinder in Hamm. Das Angebot soll noch deutlich sichtbarer werden.


Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt: Jeder fünfte Schulanfänger in Hamm hat 2024 eine Sprachtherapie gemacht.


Autorin: Amelie Borggrefe

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