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Hamm: Parken am Straßenrand soll teurer werden
© Hans Blossey
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Hamm: Parken am Straßenrand soll teurer werden

Die Stadt Hamm plant ein neues Konzept zum Parken in der Innenstadt. Dazu gehören weniger Parkplätze auf dem Santa-Monica-Platz und am Straßenrand, aber auch günstigere Parkhäuser.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 06:17

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Neue Gebühren und Parkkonzept in Hamm: Was sich ändert

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Die Stadt Hamm will ihr Parkraumkonzept überarbeiten. Parken in Parkhäusern soll tendenziell günstiger sein als das Parken im öffentlichen Raum, z.B. am Straßenrand. Das kündigte Oberbürgermeister Marc Herter bei einer Diskussionsveranstaltung am Montagabend (9.3.) zum Thema Mobilität in Hamm auf Einladung des Forums Umwelt und gerechte Entwicklung an. Bisher ist das Parken am Straßenrand in Hamm in der ersten halben Stunde kostenfrei, danach ein Euro pro Stunde. Die Parkgebühren in Hamm sind seit 2011 nicht mehr verändert worden. Das neue Parkgebührenkonzept soll greifen, sobald das neue Parkhaus neben dem Kino nutzbar ist. Das ist voraussichtlich im Herbst so weit. Es soll über 400 neue Parkplätze in der Innenstadt bieten.

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Wunsch nach weniger Autos in Hamms Innenstadt

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Auf dem Santa-Monica-Platz soll das Parken dann eingeschränkt werden, aber nicht ganz wegfallen, kündigte Herter an. Das wünschten sich u.a. die Einzelhändler. „Ich stehe nicht zur Verfügung, die Parkplätze in der Innenstadt komplett zu streichen“, so Herter. Aus dem Publikum kamen Forderungen nach autofreien Quartieren in Hamm. Als Beispiel wurde das geplante Wohngebiet am Dierhagenweg in Westtünnen genannt. Dort gibt es mit dem neuen Haltepunkt einen Bahnanschluss mit einem halbstündigen Anschluss in die Innenstadt. Generell wünscht sich auch Herter weniger Autos in der Innenstadt. „Wir stapeln die Autos, nicht die Menschen“, sagte er über die Parkhauspläne. Die Stadt setze aber nicht auf Verbote, sondern auf bessere Angebote für Alternativen zum Auto. Denkbar sei für ihn auch, das kostenlose Busfahren auszuweiten, zumindest an einzelnen Wochenenden, so wie zuletzt vor Weihnachten. Die Stadtwerke müssten allerdings die Finanzierung stemmen können. Durch die Metrobuslinien mit dem 10 Minuten Takt habe sich das Defizit im Busverkehr verdoppelt (von 6 auf 12 Mio. Euro).

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Radverkehr in Hamm: Ausbau der Radhauptrouten dauert noch bis zu zehn Jahre

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Zum Thema Radverkehr sagte Herter, die 11 Radhauptrouten könnten erst innerhalb der nächsten 10 Jahre ausgebaut werden. In den nächsten beiden Jahren folgen die Verbindungen nach Rhynern und Westtünnen. Mehr gebe die Finanzlage der Stadt derzeit nicht her. Denn wenn Radwege neu gebaut werden, dann müsse das „normkonform“ geschehen, also z.B. ausreichend breit. Das solle auch an der Wilhelmstraße passieren, aber erst nach 2030. Die Straße wurde immer wieder genannt als eine der gefährlichsten Verbindungen für Radfahrende. Auf Dauer wolle er auch die Werler Straße neu aufteilen mit mehr Platz für Räder, sagte Herter. Walter Hupfeld vom ADFC lobte Investitionen der Stadt z.B. in den Ausbau des Heinz-Kruse-Wegs und des Dunantwegs als Radrouten. Vieles bleibe aber Stückwerk, die Knotenpunkte würden nicht im Sinne der Radfahrer ausgebaut, Rad-und Fußwege seien in Hamm meistens nicht getrennt. Für die Sanierung von Radwegen habe die Stadt keine Mittel eingeplant. Die Stadt will die Hammer Innenstadt grundsätzlich attraktiver machen. Dafür hat sie auch die Menschen in Hamm gefragt, was sie sich wünschen.


Autor: Rainer Wilkes

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