
Hamm sammelt Äpfel für eigenen Apfelsaft
Vier Hammer Umweltverbände wollen wieder einen eigenen Apfelsaft für Hamm herstellen. Die Hammer können dabei mithelfen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.09.2024 12:47
Hammer Umweltverbände wollen wieder Apfelsaft herstellen
Der Hammer Apfelsaft hat Tradition. Die wollen die vier Hammer Umweltverbände FUgE (Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung), NABU (Naturschutzbund Deutschland), BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Naturfreunde Hamm auch dieses Jahr fortführen. Zum 12. Mal wollen sie einen eigenen Hammer Apfelsaft herstellen. Dafür brauchen sie die Hilfe der Hammer: Ihr könnt an zwei Terminen Äpfel abgeben, damit daraus der Hammer Apfelsaft werden kann. Die Helfer der Umweltverbände nehmen die Äpfel am den Samstagen 21. September und 12. Oktober von 9.00 bis 11.00 Uhr an der Raiffeisengenossenschaft in Hamm-Rhynern, Twärsweg 2, 59069 Hamm, entgegen. Dafür müsst ihr euch beim FUgE anmelden, entweder telefonisch (0 23 81/4 15 11) oder per Mail.
Kriterien für die Äpfel im Hammer Apfelsaft
Die Umweltverbände übernehmen das Pflücken oder helfen euch dabei, die Äpfel zu transportieren. Ihr könnt die Äpfel dann in Kisten, Körben oder Säcken anliefern. Pro Kilogramm bekommt ihr dafür 15 Cent. Damit der Apfelsaft nachher auch schmeckt, müssen die Hammer bei der Apfelernte folgendes beachten:
- Die reifen Äpfel sollten erst zwei Tage vor dem Anlieferungstermin geerntet werden.
- Lagerung und Anlieferung darf nicht in Folien bzw. luftdichten Säcken erfolgen.
- Es kann nur genussreifes Obst angenommen werden, das nicht angefault ist.
- Der Durchmesser der Äpfel soll größer als zwei Zentimeter sein.
- Das Obst muss frei von Blattwerk und Ästen sein.
Hier könnt ihr den Apfelsaft in Hamm zu kaufen
Auf den Hammer Äpfel machen die Umweltverbände ungezuckerten Apfelsaft. Den füllen sie in 1-Liter-Flaschen ab. Die könnt ihr in mehreren Geschäften in Hamm kaufen. Das Geld, das übrig bleibt, fließt in Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen in Hamm. In den vergangenen Jahren haben die Umweltverbände so zum Beispiel Apfelbäume auf einer Fläche der Stadt in Ostwennemar und an Schulen und Kitas gepflanzt. In diesem Jahr wollen sie das Geld dafür nutzen, an den Stellen kleine Röhrchen für Insekten aufzustellen. Die Insekten sollen sich so möglichst einfach vermehren können, um die Apfelbäume dann zu bestäuben und im nächsten Jahr wieder Äpfel ernten zu können. Die Umweltverbände wollen mit der Aktion dafür sorgen, dass die Hammer ihre Obstbäume pflegen. Die sind nämlich wichtig für viele Tiere und Insekten.
Wenig Äpfel in NRW in diesem Jahr
In NRW werden in diesem Jahr wohl so wenig Äpfel wie lange nicht mehr geerntet. Die Obstbaubetriebe in NRW erwarten rund 36.500 Tonnen Äpfel, sagt IT-NRW. Das ist nur halb so viel wie im Vorjahr und der niedrigste Wert seit sieben Jahren. Das liegt unter anderem daran, dass Frost im April viele Blüten zerstört hat. Auch die Erdbeerernte in Hamm ist in diesem Jahr schwach ausgefallen.