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Hamm will evangelische Kitas entlasten
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Hamm will evangelische Kitas entlasten

Die Stadt Hamm will die evangelischen Kindertageseinrichtungen finanziell entlasten und dafür rund 445.000 Euro pro Jahr zusätzlich aufwenden. Der Stadtrat muss dem Vorschlag noch zustimmen - das erklärte Ziel: Kita-Plätze in Hamm langfristig sichern.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.06.2026 16:15

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Hamm möchte evangelische Kitas entlasten: Der Plan

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Die Stadt Hamm will den Evangelischen Kirchenkreis bei den Betriebskosten seiner Kindertageseinrichtungen deutlich entlasten. Konkret soll der Trägeranteil des Kirchenkreises an den Kita-Betriebskosten ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 von durchschnittlich 4,07 Prozent auf 2,3 Prozent gesenkt werden. Die Regelung ist zunächst auf fünf Kindergartenjahre bis einschließlich 2030/2031 angelegt und soll in einem Trägervertrag festgeschrieben werden. Für die Stadt entstehen dadurch zusätzliche Aufwendungen von durchschnittlich rund 445.000 Euro pro Jahr. Bereits heute unterstützt Hamm freie Kita-Träger mit freiwilligen Zuschüssen in Höhe von rund 5,85 Millionen Euro jährlich - die nun geplante Anpassung ergänzt diese Unterstützung.

Die Kitas leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit für Kinder, Familien und unsere gesamte Stadtgesellschaft. Wir können uns nicht leisten, dass Einrichtungen aufgrund einer strukturellen Unterfinanzierung in ihrer Existenz gefährdet werden." - Marc Herter, Oberbürgermeister Hamm
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Landesförderung reicht nicht: Kindpauschalen sinken sogar

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Hintergrund der geplanten Entlastung ist die angespannte Finanzlage vieler Kita-Träger. Die Kindpauschalen im Rahmen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) werden seit Jahren nicht ausreichend an steigende Personal-, Energie- und Sachkosten angepasst. Für das Kindergartenjahr 2026/2027 liegt die Fortschreibungsrate des Landes NRW sogar bei minus 0,14 Prozent - die Kindpauschalen sinken damit leicht. Wie angespannt die Lage beim Evangelischen Kirchenkreis Hamm schon länger ist, zeigen frühere Berichte: Der Kirchenkreis setzt bereits über 14 Prozent seiner Kirchensteuereinnahmen für die 39 Kindertageseinrichtungen ein. Dass Kita-Träger aus Hamm deshalb bereits in Düsseldorf gegen die NRW-Sozialpolitik protestiert haben, verdeutlicht den Druck, unter dem die Einrichtungen stehen.

Dass Stadt und Kirchenkreis hier gemeinsam Verantwortung übernehmen, ist ein starkes Zeichen für die Familien in Hamm." - Kerstin Goldbeck, Superintendentin Evangelischer Kirchenkreis Hamm
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Rat muss noch zustimmen: Was die Regelung für Familien bedeutet

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Die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung geht nun in die politischen Beratungen - der Stadtrat muss dem Vorschlag noch zustimmen. Ziel der Regelung ist es, die wirtschaftliche Stabilität der evangelischen Kitas zu stärken und das Betreuungsangebot in Hamm langfristig zu sichern. Die Neuregelung orientiert sich dabei an bestehenden Zuschussregelungen für andere konfessionelle Träger, um eine einheitliche Förderstruktur zu gewährleisten. Familiendezernentin Dr. Britta Obszerninks betont, dass frühkindliche Bildung eine wichtige Zukunftsinvestition sei und die Träger dafür verlässliche Rahmenbedingungen bräuchten. Gleichzeitig richtet Oberbürgermeister Marc Herter eine klare Erwartung an das Land NRW: Es brauche endlich eine dauerhaft auskömmliche und verlässliche Finanzierung des Kita-Systems.

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