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 Hammer Unternehmerin sorgt für Wirbel bei Deutscher Bank
© Verband der Familienunternehmer
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Hammer Unternehmerin sorgt für Wirbel bei Deutscher Bank

Die Deutsche Bank verweigert dem Verband der Familienunternehmer wegen dessen Offenheit gegenüber der AfD eine weitere Nutzung ihrer Räume in Berlin. Hintergrund sind Aussagen der Hammer Unternehmerin Marie-Christine Ostermann, die als Präsidentin des Verbandes das „Kontaktverbot" zu AfD-Politikern aufgehoben hatte.

Veröffentlicht: Dienstag, 25.11.2025 11:22

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Deutsche Bank beendet Zusammenarbeit mit Familienunternehmerverband

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Die Deutsche Bank hat dem Verband der Familienunternehmer mitgeteilt, dass sie ihre Räume in Berlin nicht mehr zur Verfügung stellt. Der Grund für diese Entscheidung liegt in der neuen Haltung des Verbandes gegenüber der AfD, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen erfuhr. Die Hammer Unternehmerin Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbandes seit 2023, erklärt, dass der Familienunternehmer-Verband alle Parteien im Bundestag einladen wolle, dazu gehöre ausdrücklich auch die Linke. Die beiden Ränder im Parlament lägen in Umfragen zusammen bei rund 35 %. Für die AfD gelte: Die Partei müsse inhaltlich gestellt werden. Forderungen, dass etwa Frauen mehr Kinderbetreuung übernehmen sollten, oder die Ausländerfeindlichkeit der Partei lehne man entschieden ab, so Ostermann. Man wolle die AfD nicht in der Bundesregierung sehen, der Kampfbegriff der „Brandmauer“ sei aber gescheitert.

„Empörung allein hat sich als politische Strategie erschöpft. Das Überbieten mit immer heftigeren Antifa-Parolen hat nichts gebracht. Jedenfalls wächst die AfD trotz Brandmauer kräftig: Die Partei klettert in den Umfragen immer weiter nach oben – kommendes Jahr scheint sogar eine Alleinregierung in Sachsen-Anhalt möglich. Die Hoffnung, man könne ein Viertel der bundesdeutschen Wähler durch moralische Ausgrenzung zur Umkehr bewegen, ist nicht aufgegangen. Jetzt hilft nur noch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD, jenseits von schlichten Kategorisierungen in ‚gut‘ und ‚böse‘. - Marie-Christine Ostermann, Präsidentin Verband der Familienunternehmer
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Hammer Unternehmerin erklärt neue Strategie gegenüber der AfD

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Die Hauptforderung der Familienunternehmer bleibe, dass die Regierung bessere Wirtschaftspolitik mache. Diese Strategie stellt einen deutlichen Kurswechsel dar, da viele Wirtschaftsverbände bisher eine klare Distanz zur AfD gewahrt haben. Die Rullko-Chefin aus Hamm begründete die neue Haltung ihres Verbandes mit einer veränderten politischen Strategie.

"Mit einem Andersdenkenden zu diskutieren, heißt nicht seine Positionen zu akzeptieren. Reden heißt nicht zusammenarbeiten. Und wer gar nicht mehr redet, hat inhaltlich aufgegeben – gerade diejenigen überlassen das Feld den Extremisten. Demokratie lebt vom Streit um die besten Inhalte, nicht vom Schweigen. Die Zeit ist vorbei, in der man die Debatte verweigern kann und wehr- und tatenlos auf eine Verbesserung der Wahlergebnisse hofft. Wer diesen Ansatz verteufelt, macht am Ende nur die Extremisten stark.“ - Marie-Christine Ostermann, Präsidentin Verband der Familienunternehmer
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Deutsche Bank distanziert sich von Verbandsstrategie

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Ein Sprecher der Deutschen Bank reagierte auf die Entwicklungen mit einer klaren Stellungnahme. Das Finanzinstitut betonte, man habe „keine Kenntnis von der Gästeliste und auch keinen Einfluss darauf" gehabt. Für den Verband der Familienunternehmer bedeutet dies nun, neue Veranstaltungsorte in Berlin finden zu müssen.

Autor: Lars Kosmehl

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