
Mehr Waschbären in Hamm: Jägerschaft und Stadt handeln
Die Stadt arbeitet mit der Jägerschaft zusammen, um Waschbären tierschutzgerecht einzudämmen. Die Bürger können mithelfen.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.09.2025 05:42
Waschbären in Hamm
In Hamm wurde in den letzten Monaten ein deutliches Ansteigen der Waschbärpopulation festgestellt. Tiere, die als invasive Art gelten, richten Schäden an Gebäuden und Gärten an und gefährden heimische Tierarten.
„Die Anzahl der Waschbären ist in Hamm nicht mehr zu übersehen – wir müssen gemeinsam handeln, bevor Schäden und Gefahren weiter zunehmen.“ – Helmut Nordhaus, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Hamm
Waschbären gelten als mögliche Überträger von Staupe, die auch Hunde gefährden kann. Betroffen sind zudem andere Wildtiere und die heimische Vogelwelt, wenn die Waschbären Nester und Gelege zerstören. Um die Ausbreitung der Waschbären zu kontrollieren, hat die Stadt Hamm in Zusammenarbeit mit der örtlichen Jägerschaft Maßnahmen beschlossen.
Tipps zur Grundstückssicherung
Bürgerinnen und Bürger können aktiv dazu beitragen, Waschbären fernzuhalten, indem sie ihr Grundstück sichern. Dazu gehören:
- Mülltonnen sicher verschließen: Waschbären werden von Essensresten angezogen.
- Nahrungsquellen entfernen: Keine Essensreste oder Tierfutter im Garten lassen.
- Unterschlupfmöglichkeiten abdichten: Dachböden und andere potenzielle Verstecke sichern.
Diese Maßnahmen können bereits helfen, die Tiere vom eigenen Grundstück fernzuhalten
Zusammenarbeit mit der Jägerschaft
Um das Problem nachhaltig zu lösen, werden in betroffenen Gebieten Lebendfangfallen aufgestellt. Diese Fallen werden ausschließlich von geschulten Jägern betreut und kontrolliert. Die weitere Behandlung der gefangenen Tiere erfolgt nach den geltenden tierschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen.
Bürgerinnen und Bürger, die Waschbären in ihrer Umgebung beobachten oder Schäden feststellen, können sich an das Umweltamt wenden. Das Vorzimmer des Umweltamtes ist unter 02318 / 17-7101 erreichbar und koordiniert die Zusammenarbeit mit den Jägern.
Autor: Rainer Wilkes