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Neuer Lösungsversuch für Müllprobleme in Hamm
© Radio Lippewelle Hamm
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Neuer Lösungsversuch für Müllprobleme in Hamm

Nach der anhaltenden Kritik setzt der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Hamm (ASH) im Mai ein zusätzliches Müllfahrzeug ein. Damit sollen Tonnen zeitnah geleert werden, die wegen zu langer Touren stehen geblieben sind. Die Bürger sollen nicht geleerte Tonnen ab Montag, 4.5., stehen lassen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 16:28

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Einige Routen für neue Fahrzeuge zu lang

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97 Prozent der Müllabfuhr-Touren in Hamm laufen problemlos, sagt der ASH. Wegen der Umstellung auf spezielle Fahrzeuge für enge Straßen sind jedoch etwa drei Prozent der Routen aktuell schlichtweg zu lang geschnitten. Das führt dazu, dass wöchentlich eine niedrige dreistellige Zahl von Mülltonnen bei der regulären Abfuhr nicht geleert werden kann, so der ASH. Betroffen sind vor allem noch die Touren für die zweirädrigen Tonnen, während die Strecken für die großen vierrädrigen Container bereits erfolgreich neu geplant wurden.


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Zusatzfahrzeug ab Montag im Einsatz

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Um zu verhindern, dass sich der Müll bei den Haushalten stapelt, holt sich der ASH nun kurzfristig Unterstützung von außen. Ein angemietetes Leihfahrzeug inklusive Personal wird den gesamten Mai über eingesetzt. Betriebsleiterin Tamari Kersten erklärt, dass durch diesen Schritt alle liegengebliebenen Behälter abgearbeitet werden sollen. Gleichzeitig verschafft die Maßnahme dem ASH die nötige Zeit, um die zu langen Touren im System grundlegend neu zuzuschneiden.

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Ungeleerte Tonnen einfach stehen lassen

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Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Tonnen, die bei der regulären Tour nicht geleert wurden, einfach am Abholort stehen zu lassen. Das zusätzliche Team fährt diese Adressen gezielt an und leert die Behälter innerhalb von zwei bis drei Werktagen nach.


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ASH kämpft seit Januar mit der Tourenumstellung

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Die aktuellen Verzögerungen hängen laut ASH direkt mit der Flottenumstellung zusammen. Die neuen Engstellenfahrzeuge erfordern teilweise angepasste Fahrwege oder längere Bearbeitungszeiten, wodurch alte Pläne nicht mehr aufgingen. Kleinere Hürden wie nicht erfasste Stichstraßen oder Durchfahrtssperren konnten im System bereits korrigiert werden - die echten Längenprobleme der Strecken fordern jedoch einen kompletten Neuzuschnitt. Der ASH hatte die neuen Touren von einer Fremdfirma planen lassen. Das sorgt für Kritik, ebenso der Zeitraum der Umstellung zum Jahreswechsel mit schwierigen Straßenverhältnissen, Winterdienst und der Weihnachtsbaumabfuhr.

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