
Oktober nass, Wasserjahr zu trocken: Bilanz für Hamm
Der Oktober 2026 war in der Emscher-Lippe-Region deutlich nasser als im langjährigen Mittel. Das Wasserwirtschaftsjahr 2026 fiel trotzdem erneut zu trocken aus.
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Oktober 2026 in Hamm: Mehr Regen als sonst
Der Oktober 2026 beendet die Phase viel zu trockener Sommer-Monate. Die Gebietsmittel von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) liegen deutlich über den 130-jährigen Mitteln. Im Lippe-Gebiet, zu dem Hamm gehört, lag das Gebietsmittel im Oktober bei 91,2 Millimetern. Zum Vergleich: Das 130-jährige Mittel beträgt dort 62 Millimeter. Ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter.
Hamm verzeichnet am wenigsten Regen
Die niedrigste Monats-Niederschlagsmenge im gesamten EGLV-Gebiet verzeichnete die Station Hamm-Hafenamt. Dort fielen 72,0 Millimeter. Der höchste Tagesniederschlag im Oktober fiel am 7. Oktober 2026. Zu Beginn und zum Ende des Oktobers gab es auch mehrtägige Trockenphasen.
Wasserwirtschaftsjahr 2026: In Hamm erneut zu wenig Regen
Trotz des nassen Oktobers war das Wasserwirtschaftsjahr 2026 (November 2025 bis Oktober 2026) in den Verbandsgebieten erneut viel zu trocken. Nach den außergewöhnlich niederschlagsreichen Wasserwirtschaftsjahren 2023 und 2024 waren damit zwei Wasserwirtschaftsjahre mit wenig Niederschlag zu verzeichnen. Im langjährigen Vergleich deutlich zu trocken waren insbesondere die Monate November, Dezember und April. Ausgesprochen niederschlagsarm waren auch die Sommermonate Juni, Juli und August. Im Juni kam es zu einer intensiven und im Jahresverlauf außergewöhnlich frühen Hitzeperiode mit Tagesmaximaltemperaturen von über 38 Grad Celsius. Zugleich begann eine rund acht Wochen andauernde Trockenphase.
Folgen der Trockenheit für Böden und Gewässer in Hamm
Trockenheit kann negative Folgen für Böden und Gewässer haben. In Flüssen und Bächen kann es durch die Gefahr von Niedrigwasserständen zu einer Abnahme des Sauerstoffgehaltes kommen. Eine Austrocknung von Böden kann zur Folge haben, dass diese bei plötzlich auftretendem Starkregen kein Wasser aufnehmen können. Dadurch steigt die Überflutungsgefahr.
Hamm auf dem Weg zur Schwammstadt
Diese Tendenzen bekräftigen nach Angaben der Verbände die Erfordernis, das Schwammstadt-Prinzip in der Region umzusetzen. Städte und Kreise in der Emscher-Lippe-Region sollen klimaresilient gestaltet werden. Wenn es regnet, sollte das Wasser nach diesem Prinzip nicht in der Schmutzwasserkanalisation landen. Stattdessen sollte es vor Ort versickern oder in Gewässer abgeleitet werden. Auf diese Weise würden Grundwasser, Flüsse, Bäche und Böden gestärkt und an die Folgen des Klimawandels angepasst. Hamm ist schon auf dem Weg zur Schwammstadt - unter anderem als Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.klima-werk.de.