
Rund 3.600 Menschen in Hamm leben mit Demenz
In Hamm leben rund 3.600 Menschen mit Demenz - das zeigen aktuelle Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK für das Jahr 2024. Für pflegende Angehörige bedeutet das oft eine besondere Herausforderung, bei der Einfühlungsvermögen wichtiger ist als Korrigieren.
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Demenzerkrankte in Hamm
Nach Angaben des Wissenschaftlichen Instituts der AOK leben in Hamm derzeit rund 3.600 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2024 und geben einen Überblick darüber, wie viele Betroffene es aktuell in der Stadt gibt. Die AOK weist darauf hin, dass die Erkrankung Betroffenen nach und nach viele Fähigkeiten nimmt. Das betrifft unter anderem das Gedächtnis, die Orientierung und die Sprache.
Gefühle bleiben, auch wenn Fähigkeiten schwinden
Trotz des fortschreitenden Verlusts vieler Fähigkeiten bleibt laut AOK ein zentraler Teil der Persönlichkeit erhalten: die Gefühlswelt. Freude, Angst und Schmerz können demnach bis zuletzt empfunden werden, auch wenn Betroffene sich nicht mehr in gewohnter Form ausdrücken können. Für den Umgang mit Demenzkranken bedeutet das, dass Emotionen ernst genommen werden sollten, selbst wenn die Worte dafür fehlen. Diese Erkenntnis spielt vor allem in der Pflege und im familiären Alltag eine wichtige Rolle.
Herausforderndes Verhalten richtig einordnen
In der Pflege von Menschen mit Demenz kommt es häufig zu sogenanntem herausforderndem Verhalten. Dazu zählen etwa Schreien oder aggressive Reaktionen, die für Angehörige und Pflegekräfte oft belastend sind. Die AOK betont, dass dieses Verhalten nicht persönlich gemeint ist, sondern ein Symptom der Erkrankung darstellt. Pflegende sollten sich deshalb in die Gefühlswelt der Erkrankten einfühlen, anstatt zu versuchen, das Verhalten zu korrigieren.
Online-Pflegekurse für Angehörige in Hamm
Um pflegende Angehörige in Hamm zu unterstützen, bieten einige Krankenkassen in Hamm kostenlose Online-Pflegekurse zum Thema Demenz an. Die Kurse richten sich an Menschen, die einen Angehörigen mit Demenz zu Hause betreuen und dabei praktische Unterstützung suchen. Wer betroffen ist, kann sich bei der eigenen Krankenkasse über die konkreten Angebote informieren. An Lösungen für den Umgang mit der Erkrankung wird auch lokal geforscht: Die Hochschule Hamm-Lippstadt arbeitet mit KI gegen Demenz.