
Stadt Hamm zieht positive Bilanz nach Umbau des Westentors
Nach vier Monaten Betrieb am neuen Westentor zieht die Stadt Hamm eine positive Bilanz des Millionen-Projekts. Trotz einiger Kritik überwiegen laut der Stadtverwaltung die Vorteile für den Busverkehr und die öffentliche Sicherheit.
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Geringe Kosten und bessere Sicherheit
Der Umbau des wichtigsten Busknotenpunkts in der Hammer Innenstadt war insgesamt teurer als ursprünglich geplant. Fast vier Millionen Euro fielen für die Neugestaltung des Westentors an. Da das Land Nordrhein-Westfalen jedoch massive Fördergelder beisteuerte, bleibt für die Stadt Hamm am Ende nur ein Eigenanteil von gut 350.000 Euro übrig. Dieser Betrag liegt sogar unter den Erwartungen, steht in einer aktuellen Mitteilungsvorlage für die Ratspolitiker. Laut Ordnungsamt gibt es deutlich weniger Vorfälle vor Ort.
Probleme mit Verschmutzung und Barrierefreiheit
Es gibt weiter Kritik an der praktischen Umsetzung des städtebaulich anspruchsvollen Projekts. Viele Fahrgäste empfinden das Westentor als wenig alltagstauglich, zudem kam es bereits zu Stürzen, weil die neuen Hochborde an den Haltestellen schwer zu erkennen seien. Ein weiteres Ärgernis sind die eingefärbten Flächen auf dem Boden, die sehr schnell verschmutzen und ungepflegt wirken. Die Stadt Hamm setzt nun verstärkt Hochdruckreiniger ein, um die Flächen sauber zu halten.
Verbesserungen für Fahrgäste am Stadtwerkehaus
Ein spezieller Kritikpunkt betrifft die Buslinien, die aktuell vor dem Westentor am Stadtwerkehaus halten müssen. Dort stehen die Fahrgäste bei schlechtem Wetter im Regen und blockieren zudem oft den dort verlaufenden Radweg. Die Stadt hat angekündigt, hier nachzubessern und einen Regenschutz zu bauen, um den Komfort für die Wartenden zu erhöhen. Zusätzlich soll der Radweg farblich deutlicher von der Haltestelle getrennt werden, um Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden. Auf die Kritik an den langen Ampelwartezeiten für Radfahrer im Vergleich zu Fußgängern geht die Verwaltung bisher jedoch nicht ein.
Autor: Rainer Wilkes