
Wohnungspreise in Hamm steigen erstmals seit drei Jahren
In Hamm ist der Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen wieder gestiegen – laut Immowelt liegen die Preise rund 7 % über dem Vorjahr.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.09.2025 11:20
Wohnungen in Hamm teurer als in Hagen oder Duisburg
Nach Angaben des Portals Immowelt sind die Preise für Bestandswohnungen in Hamm erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis beträgt nun ca. 2.100 Euro für Wohnungen mit drei Zimmern aus den 1990er Jahren – ein Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr. In den Jahren davor war der Preis knapp 1 % gesunken. Im landesweiten Vergleich liegt Hamm damit über Städten wie Hagen, Herne und Duisburg, bleibt aber deutlich unter den Spitzenwerten in Städten wie Bonn, Münster oder Düsseldorf. In Köln etwa kostet der Quadratmeter neuerdings fast 5.000 Euro, das ist der Spitzenwert in NRW.
Stadt will Wohnungsbau in Hamm ankurbeln
Der Preisaufschwung spiegelt eine steigende Nachfrage und knapper werdendes Angebot in Hamm. Laut dem „Masterplan Wohnen“ sind in den kommenden Jahren jährlich etwa 290 neue Wohneinheiten nötig, um den Bedarf zu decken. Politisch reagiert Hamm mit dem Masterplan Wohnen, der etwa vorsieht, dass bei größeren Neubauten 35 % der Mietwohnungen preisgebunden sein sollen.
Auch die Stadt Hamm arbeitet aktiv an Projekten für geförderten Wohnraum – etwa an der Brändströmstraße und Schützenstraße – und an Maßnahmen, um bestehende Flächen zu nutzen sowie Bauland zu erschließen.
Auch Preise für Neubauten steigen in Hamm
Die Ursachen für die Preissteigerung sind vielfältig: niedriges Wohnungsangebot, steigende Bau- und Grundstückskosten, wachsende Nachfrage in attraktiven Lagen. Für Käufer und Mieter bedeutet die aktuelle Entwicklung: Höhere Einstiegskosten, insbesondere bei älteren Bestandswohnungen. In Kombination mit steigenden Baulandpreisen – laut Gutachterausschuss steigen Preise für unbebautes Bauland in Hamm um 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter gegenüber dem Vorjahr.